Thailands wilde Tiger erholen sich – doch in Parks leiden sie weiter
Thailands wilde Tigerpopulation zeigt vorsichtige Erholung – doch in Touristenparks leiden die Tiere
In den letzten Jahren hat sich die Population wild lebender Tiger in Thailand langsam erholt: Schätzungen zufolge streifen etwa 200 der Raubtiere durch geschützte Gebiete. Doch hinter den Kulissen beliebter Touristenattraktionen wie dem Tiger Park in Pattaya bleiben Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes bestehen. Ein tiefes, grollendes Brüllen lockt die Besucher – doch Kritiker warnen, dass die Tiger für die Unterhaltung einen hohen Preis zahlen.
Im Tiger Park von Pattaya können Besucher den Tieren über den Rücken streichen, darunter auch der einjährigen Tigerin Nivea. Familien, wie eine kürzlich angereiste Gruppe aus China, verlassen den Park oft mit gemischten Gefühlen. Ein Vater gab zu, Mitleid mit den Tieren zu haben. Hinter den Kulissen jedoch vegetieren die Tiger in beengtem Raum und sind ständig dem Trubel der Besucher ausgesetzt.
Tierschutzorganisationen verurteilen seit Langem die Zustände in solchen Parks. Untersuchungen zeigen, dass die Tiere oft brutalen Dressurmethoden unterzogen werden, um sie gefügig genug für die Nähe zu Menschen zu machen. Die Folgen sind verheerend: 2022 starben in zwei Einrichtungen im Norden Thailands 72 Tiger an vermeidbaren Krankheiten.
Trotz dieser Missstände verzeichnen Naturschützer eine fragile, aber reale Zunahme der wild lebenden Tiger. Exakte Zahlen gibt es nicht, doch Schätzungen gehen von etwa 200 Tieren in Thailands geschützten Wäldern aus. Der Kontrast zwischen dem Leid der Tiere in Gefangenschaft und der vorsichtigen Erholung in Freiheit unterstreicht den komplexen Kampf um das Überleben der Art.
Während Thailands wilde Tiger erste Anzeichen einer Erholung zeigen, bleibt das Schicksal der Tiere in Touristenparks düster. Brutale Abrichtung, schlechte Haltungsbedingungen und Krankheitsausbrüche setzen den Tieren in Gefangenschaft weiterhin zu. Noch immer lockt das Brüllen eines Tigers in Pattaya die Massen an – doch um welchen Preis für die Tiere selbst?






