Traditionsunternehmen Brüder Schlau Group meldet Insolvenz und wird abgewickelt
Sebastian HuberTraditionsunternehmen Brüder Schlau Group meldet Insolvenz und wird abgewickelt
Brüder Schlau Group meldet Insolvenz – Traditionelles Familienunternehmen wird abgewickelt
Die Brüder Schlau Group, ein langjähriges deutsches Handelsunternehmen, hat Insolvenz angemeldet und wird nun abgewickelt. Das 1921 von Theodor und Wilhelm Schlau in Minden gegründete Unternehmen beschäftigte in seiner Blütezeit rund 3.900 Mitarbeiter in verschiedenen Sparten. Mit dem Zusammenbruch endet eine Ära für den familiengeführten Betrieb.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens stehen tiefgreifende Veränderungen an. Rund 70 Hammer-Filialen sollen geschlossen werden, während 93 weitere Standorte an das Investorenkonsortium ReThink verkauft wurden. Durch diese Übernahme konnten etwa 1.200 Arbeitsplätze gerettet werden – ein Lichtblick inmitten der Umstrukturierung.
Die Großhandelsdivision Schlau wird vollständig eingestellt. Derzeit wird das Lager abgeräumt, und alle 60 Schlau-Handwerker-Märkte stellen den Betrieb unter dem ursprünglichen Namen ein. Einige Standorte könnten jedoch unter neuer Führung wiedereröffnen, doch konkrete Details zu Orten oder Regionen stehen noch aus.
Aktuell laufen Verhandlungen mit den Betriebsräten, um Sozialpläne auszuhandeln und die Interessen der Belegschaft zu wahren. Ziel ist es, Entlassungen sozialverträglich zu gestalten und betroffene Mitarbeiter während des Übergangs zu unterstützen.
Die Schließung der Schlau-Sparte und der Verkauf der Hammer-Filialen werden die Zukunft des Unternehmens neu prägen. Zwar konnten durch den Deal mit ReThink 1.200 Jobs gesichert werden, doch für den verbleibenden Teil der Belegschaft bleibt die Lage ungewiss. Die Ergebnisse der laufenden Verhandlungen werden zeigen, wie die Mitarbeiter weiter unterstützt werden können, während die Geschäftstätigkeit der Gruppe endet.






