29 March 2026, 20:04

Ursula Heinen-Esser wird einstimmig neue Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ursula Heinen-Esser wird einstimmig neue Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie

Ursula Heinen-Esser ist zur neuen Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) gewählt worden. Die Abstimmung verlief einstimmig – alle Delegierten unterstützten ihre Kandidatur. Sie folgt auf Simone Peter, die im Juni angekündigt hatte, nicht erneut anzutreten, und daraufhin von ihrem Amt zurücktrat.

Heinen-Esser bringt jahrzehntelange politische und wirtschaftliche Erfahrung in die Position ein. Die diplomierte Volkswirtin war von 1998 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags. In dieser Zeit wirkte sie zudem von 2007 bis 2013 als Parlamentarische Staatssekretärin in zwei Bundesministerien.

2014 übernahm sie eine Schlüsselfunktion als Vorsitzende der Kommission Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe. Zwei Jahre später wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden der Bundesgesellschaft für Endlagerung berufen, ein Amt, das sie bis 2018 innehatte. Noch im selben Jahr ernannte man sie zur Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen. 2022 trat sie jedoch im Zuge der sogenannten Mallorca-Affäre von diesem Posten zurück.

Seit 2021 leitet Heinen-Esser den Schutzverband Deutscher Wald. Als neue BEE-Präsidentin hat sie nun ihre Schwerpunkte für die kommenden Monate umrissen. Dazu gehören die Mitgestaltung zentraler Vorhaben wie der EEG-Novelle, des Netzpakets sowie der Reformen zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG/GEG) und Gebäudeenergiegesetz (GEG). Der Verband wird sich zudem auf den Ausbau der Windenergie an Land konzentrieren, wobei zusätzliche Auktionen für 12 Gigawatt geplant sind, sowie auf den Vorantrieb der Netzinfrastruktur und der Kraftwerksstrategie.

Nach ihrer Wahl bedankte sich Heinen-Esser bei den Delegierten für das entgegengebrachte Vertrauen. Sie zeigte sich gespannt auf die künftige Zusammenarbeit mit dem BEE-Präsidium und dem Vorstand.

Die neue BEE-Präsidentin übernimmt das Amt in einer entscheidenden Phase für die Erneuerbare-Energien-Politik in Deutschland. Zu ihren vordringlichen Aufgaben gehören die Begleitung des Verbands durch anstehende Gesetzesänderungen sowie der Ausbau zentraler Energiesektoren. Der Wechsel folgt auf ein über zwei Jahrzehnte währendes politisches und ökologisches Engagement.

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