Verkehrswende in NRW droht zu scheitern – Wirtschaft warnt vor dramatischen Folgen
Marie WolfVerkehrswende in NRW droht zu scheitern – Wirtschaft warnt vor dramatischen Folgen
Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen bekräftigt ihre Unterstützung für eine nachhaltige Verkehrs-wende – warnt jedoch, dass Fortschritte vom richtigen Rahmen und dringenden Maßnahmen bei Infrastruktur und Planungsverzögerungen abhängen.
Die Sperrung der A45-Brücke in Lüdenscheid hat bereits erhebliche wirtschaftliche Schäden verursacht. Mitarbeiter haben ihre Arbeitsplätze aufgegeben, Logistikunternehmen haben Verträge gekündigt – die Deindustrialisierung in der Region wird dadurch beschleunigt.
Laut der Industrie- und Handelskammer NRW (IHK NRW) muss die Verkehrs-wende alle Mobilitätsformen umfassen, insbesondere in den Städten. Der Ausbau und die Instandhaltung des öffentlichen Nahverkehrs in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten bleibe entscheidend, um den Umstieg auf Busse und Bahnen zu fördern.
Ocke Hamann, Verkehrspolitischer Sprecher der IHK NRW, betonte, dass übermäßig komplexe Planungsvorschriften oft Fortschritte blockieren. Ralf Stoffels, Präsident der IHK NRW, ergänzte, dass die Beschlüsse des Beschleunigungspakts bisher nicht umgesetzt wurden.
Das Leitprinzip der Organisation ist klar: Anreize sollen den Wandel vorantreiben, nicht Verbote. Zudem bestehe sie darauf, dass Investitionen in die Infrastruktur nicht unter Budgetkürzungen leiden dürfen, da sie für die Wirtschaft von zentraler Bedeutung seien. Neue Unternehmenssteuern zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs oder zur Schließung von Haushaltslücken lehnt die IHK NRW ab.
Die IHK NRW fordert mehr Mittel für die Infrastruktur und schnellere Planungsverfahren. Ohne diese Änderungen droht die Verkehrs-wende ins Stocken zu geraten – mit weiteren wirtschaftlichen und logistischen Folgen für die Region.






