15 March 2026, 12:05

Vermisster Duisburger in Maisfeld gefunden – während in Berlin ein brutaler Messerprozess läuft

Eine ältere Frau liegt in einem Krankenhausbett und hat ihre Hände gefaltet, sieht besorgt aus mit geschlossenen Augen und Kopf auf den Händen ruhend, umgeben von ein paar Menschen im Hintergrund.

Vermisster Duisburger in Maisfeld gefunden – während in Berlin ein brutaler Messerprozess läuft

Ein seit Freitagabend vermisster 39-jähriger Mann wurde am Samstagnachmittag lebend in einem Maisfeld bei Sonsbeck aufgefunden. Die Entdeckung erfolgte nach einer kurzen, aber intensiven Suche nach dem Duisburger, der mit Verletzungen geborgen werden konnte.

Unterdessen läuft in Berlin der Prozess gegen einen 27-Jährigen weiter, der eines brutalen Messerangriffs in Neukölln im vergangenen August beschuldigt wird. Das 19-jährige Opfer überlebte drei Stichwunden bei dem Angriff, den die Staatsanwaltschaft als Racheakt im Zusammenhang mit der Berliner Drogenszene einstuft.

Der vermisste Mann aus Duisburg war seit Freitagabend als verschwunden gemeldet worden. Rettungskräfte durchkämmten das Gebiet, bevor sie ihn am folgenden Nachmittag in einem Maisfeld bei Sonsbeck ausmachten. Trotz seiner Verletzungen war er bei Bewusstsein und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

In Berlin eskalierte der Angriff im August 2024, als der Beschuldigte und zwei Komplizen das 19-jährige Opfer laut Anklage in einem Auto überfallen haben sollen. Das Opfer hatte zuvor zwei Männer aus dem Umfeld der Gruppe des Angeklagten angezeigt, was nach Angaben der Staatsanwaltschaft den Racheakt ausgelöst haben soll. Dem 27-Jährigen wird vorgeworfen, das Opfer dreimal erstochen zu haben, während die anderen es festhielten.

Der Beschuldigte war im Oktober 2024 festgenommen worden und muss sich nun wegen versuchten Mordes verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Heimtücke und niedrige Beweggründe vor. Der Prozess am Landgericht Berlin läuft noch, doch schweigt der Angeklagte seit Beginn der Verhandlung. Seit Frühling 2025 sitzt er bereits eine neunjährige Haftstrafe wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung ab.

Der Gesundheitszustand des Duisburger Mannes wird nach seiner Auffindung in Sonsbeck weiter beobachtet. Die Polizei hat noch nicht bestätigt, wie es zu seinen Verletzungen kam oder wie er in das Feld gelangt ist.

In Berlin dauert unterdessen der Prozess wegen des Neuköllner Angriffs an. Der Angeklagte verbüßt bereits eine Haftstrafe wegen anderer Gewaltverbrechen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Spannungen in den drogenbedingten Konflikten der Stadt.

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