Generalmusikdirektor Jurowski: Kein Plan für nach 2029 - Wladimir Jurowski verlängert bis 2029 – doch warum nur zwei Jahre?
Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Seine Vertragsverlängerung fiel zunächst kürzer aus als üblich und umfasst nur zwei statt der üblichen fünf Jahre. Der Dirigent, der sich für ausgewogene Amtszeiten einsetzt, hat keine festen Pläne über seine aktuelle Position hinaus.
Die Bayerische Staatsoper in München hat seit ihrer Gründung 1818 bereits 16 Generalmusikdirektoren erlebt. Jurowski, der jüngste in dieser Reihe, wird die Spielzeit 2028/29 leiten, bevor er sein Amt niederlegt. Offener als viele seiner Kollegen spricht er darüber, wie wichtig es ist, weder zu lange zu bleiben noch zu früh zu gehen – ein Balanceakt, der für Führungspositionen entscheidend sei.
Jurowski schätzt Neuanfänge und Erneuerung, sowohl für Einzelne als auch für Institutionen. Er bevorzugt es, in gutem Einvernehmen zu scheiden und Verbindungen zu erhalten, statt sich in einer Position festzufahren. Diese Haltung entspricht seiner grundsätzlichen Philosophie, im Hier und Jetzt zu leben, statt starre Langzeitpläne zu schmieden.
Unterdessen wird die Amtszeit von Operndirektor Serge Dorny über Jurowskis Wirken hinausreichen: Sein Vertrag ist mindestens bis 2031 gesichert. Mit dem Abschied des Dirigenten endet zwar ein Kapitel, doch bleibt er offen für künftige Möglichkeiten – ohne sich fest zu binden.
Jurowskis Zeit an der Bayerischen Staatsoper endet 2029 und leitet für das Haus eine neue Führungsphase ein. Sein Fokus auf Erneuerung und Anpassungsfähigkeit spiegelt seine Überzeugungen zu künstlerischem und institutionellem Wachstum wider. Bis dahin gilt seine ganze Aufmerksamkeit den kommenden Spielzeiten und der anstehenden Arbeit.