11 von 140 Autos in Bonn ohne Winterreifen – trotz Bußgeld und Gefahren
Emil Schmitt11 von 140 Autos in Bonn ohne Winterreifen – trotz Bußgeld und Gefahren
Die Polizei in Bonn führte an einem Kontrollpunkt Fahrzeugkontrollen durch. Dabei wurden 140 Autos überprüft – bei 11 fehlte die vorgeschriebene Bereifung. Wer im Winter mit ungeeigneten Reifen unterwegs ist, muss in Deutschland mit Strafen rechnen.
Bei Eis, Schnee, Schneematsch, Frost oder Glätte sind Winterreifen gesetzlich vorgeschrieben. Sommerreifen können bereits bei Temperaturen unter 7 °C verhärten und an Haftung verlieren, was sie bei Kälte unsicher macht. Zugelassen sind wintertaugliche Reifen mit dem Alpine-Symbol, während Ganzjahres- oder Allwetterreifen mit der Kennzeichnung M+S nur noch bis Ende September 2024 erlaubt bleiben.
Wer ohne passende Bereifung erwischt wird, zahlt ein Bußgeld von 60 Euro. Kommt es wegen unzureichender Reifen zu einem Unfall, steigt die Strafe auf 120 Euro, und der Fahrer erhält einen Punkt in Flensburg. Auch Fahrzeugbesitzer, die das Fahren ohne Winterreifen anordnen oder dulden, müssen mit 75 Euro Strafe und einem Punkt rechnen.
Gute Winterreifen erhöhen die Sicherheit deutlich: Bei 50 km/h kommt ein Auto mit geeigneten Winterreifen nach etwa 35 Metern zum Stehen, mit Sommerreifen sind es rund 45 Meter. Erst kürzlich musste die L331 bei Königswinter-Ittenbach wegen Glätte vorübergehend gesperrt werden – ein Beispiel für die Bedeutung der richtigen Bereifung.
Die Kontrollen in Bonn zeigen, dass einige Autofahrer die Reifenregeln weiterhin ignorieren. Bußgelder und Punkte sollen die Einhaltung erzwingen. Die richtige Bereifung verkürzt den Bremsweg und verringert das Unfallrisiko bei winterlichen Bedingungen.
