20 April 2026, 06:04

42 Jahre Polizei-Karriere: Thomas Roosen geht in den Ruhestand

Polizeibeamte in Helmen und Handschuhen vor einem Gebäude mit Glaswänden und -türen, neben einem Pfahl, mit "Friedrichshain Kreuzberg"-Text auf Schildern im Hintergrund.

42 Jahre Polizei-Karriere: Thomas Roosen geht in den Ruhestand

Thomas Roosen, Leiter des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD NRW), geht Ende Juli nach fast 42 Jahren im Polizeidienst in den Ruhestand. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer Karriere, die in der Streifenarbeit begann und in einer Führungsposition an der Spitze endete. Bis eine dauerhafte Nachfolge geregelt ist, übernimmt die Regierungsdirektorin Astrid Ohde kommissarisch seine Aufgaben.

Roosen trat 1982 der Polizei Nordrhein-Westfalens bei und arbeitete sich vom Einsatzdienst bis zur Leitung ganzer Abteilungen hoch. Seit dem Jahr 2000 lag sein Schwerpunkt auf der Informationstechnologie, wo er zu einer Schlüsselfigur bei der Modernisierung der Polizeisysteme wurde. Als Leiter der IT-Abteilung des LZPD NRW verantwortete er eine vollständige Neuausrichtung der zentralen Polizeitechnik und sorgte so für effizientere Abläufe im gesamten Bundesland.

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2020 übernahm er die Leitung des LZPD NRW selbst und führte rund 1.800 Mitarbeiter am Hauptsitz in Duisburg sowie an über zehn Standorten im Land. Die Behörde unterstützt die Polizei NRW mit mehr als 40 spezialisierten Aufgabenbereichen, wobei nur ein Drittel der Belegschaft Polizeibeamte sind – der Rest setzt sich aus Verwaltungsangestellten und Beamten zusammen. Innenminister Herbert Reul würdigte Roosens Führung bei der Verabschiedung und bezeichnete seine Verdienste als unverzichtbar für die Entwicklung der Polizei.

Für die Zukunft plant Roosen ein ruhigeres Leben und scherzte, er werde künftig Verkehrsnachrichten hören, ohne dabei seine eigene Route planen zu müssen. Das LZPD NRW wird unterdessen seine strategische Arbeit fortsetzen und die Polizeiarbeit in NRW auch in den kommenden Jahrzehnten prägen.

Mit Roosens Pensionierung entsteht eine Führungslücke beim LZPD NRW, die vorerst von Astrid Ohde als kommissarische Leiterin geschlossen wird. Die Behörde bleibt weiterhin eine zentrale Stütze für den Polizeieinsatz in Nordrhein-Westfalen und stützt sich dabei auf ihr vielfältiges Team aus Fachkräften. Eine dauerhafte Nachfolge soll in Kürze benannt werden.

Quelle