31 March 2026, 08:06

Afrikanische Schweinepest in NRW: Wildschweine bedrohen Hausschweinbestände durch rasante Ausbreitung

Plakat betitelt "Der Landkreis Wilts, Das Gesetz über ansteckende Tierkrankheiten, 1878" warnt vor Schweinefieber bei infizierten Tieren.

Afrikanische Schweinepest in NRW: Wildschweine bedrohen Hausschweinbestände durch rasante Ausbreitung

Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest breitet sich in nordrhein-westfälischen Wäldern aus

In Nordrhein-Westfalen grassiert ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der erste infizierte Wildschweinkadaver wurde vor etwa dreieinhalb Monaten in Kirchhundem im Kreis Olpe entdeckt. Seither versuchen die Behörden mit Hochdruck, eine Ausbreitung der Seuche auf Hausschweinbestände zu verhindern.

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Mittlerweile wurde das Virus bei rund 170 verendeten Wildschweinen in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein nachgewiesen. Besonders sorglos weggeworfene Lebensmittel – vor allem Fleischreste – stellen ein hohes Risiko dar, da sie Wildschweine anlocken und infizieren können. Um die Ausbreitung einzudämmen, haben die Behörden auf einer Fläche von etwa 143.000 Hektar ein 114 Kilometer langes Schutzzäune errichtet.

Spezialteams mit Spürhunden und Drohnen durchkämmen derzeit rund 100 Quadratkilometer Waldgebiet. Allein in Nordhessen haben die Hunde bereits 18.034 Hektar absucht, während Drohnen 12.342 Hektar in den betroffenen Regionen erfasst haben. Auch Jäger leisten einen entscheidenden Beitrag: Mit finanziellen Anreizen – den sogenannten Wildschweinprämien – soll die Bejagung intensiviert werden. Das Agrarministerium übernimmt die Hälfte der Kosten für diese Maßnahmen.

Strenge Auflagen sind nun in Kraft getreten, darunter Sperrzonen und hohe Bußgelder bei Verstößen. Wer gegen die Eindämmungsvorschriften verstößt, muss mit Strafen zwischen 30 und 25.000 Euro rechnen. Selbst Hundebesitzer und Pilzsammler gelten als Risikogruppe, da sie den Erreger unwissentlich an Schuhen oder Ausrüstung weiterragen könnten.

Das Ziel bleibt klar: Die ASP muss auf ein kleines Gebiet begrenzt und eine Übertragung auf Hausschweine verhindert werden. Elektrische Zäune, verstärkte Jagd und Überwachungsdrohnen bilden das Rückgrat der Gegenmaßnahmen. Die Behörden betonen weiterhin, dass die Mitarbeit der Bevölkerung entscheidend ist, um den Vormarsch der Seuche zu stoppen.

Quelle