05 April 2026, 02:04

BalWin 1 und 2: Wie Amprion Nordsee-Windstrom trotz Protesten ans Festland bringt

Schwarzes und weißes Foto einer Stromleitung mit einer Seilbahn, die von Pfählen gestützt und von Steinen, Gras, Holzstämmen, Wasser, Bäumen und einem bewölkten Himmel umgeben ist.

BalWin 1 und 2: Wie Amprion Nordsee-Windstrom trotz Protesten ans Festland bringt

Amprion treibt Pläne voran, um Windstrom aus der Nordsee über zwei Großprojekte ans Festland zu bringen: BalWin 1 und BalWin 2. Das erste dieser Vorhaben, BalWin 1, hat nun das Genehmigungsverfahren durchlaufen – mit dem Baubeginn ist noch vor 2030 zu rechnen. Die Trasse soll von Rieste über Bramsche bis nach Bohmte führen.

Das BalWin-1-Projekt wurde erstmals 2022 vorgeschlagen und stieß auf massiven Widerstand von Anwohnern und Umweltschutzverbänden. Organisationen wie NABU und BUND warnten, dass Freileitungen das Landschaftsbild zerstören und die Tierwelt gefährden würden. Besonders heftig waren die Proteste in Rieste, Bramsche und Bohmte.

Bis 2026 flaute die Kritik teilweise ab, nachdem Amprion die Route anpasste und sich bereit erklärte, in sensiblen Gebieten Erdkabel zu verlegen. Auch Entschädigungsangebote für betroffene Gemeinden milderte die Bedenken. Doch in Bohmte halten die Proteste an – viele Bürger fürchten mögliche Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder.

BalWin 2 soll ein Jahr später, 2031, fertiggestellt werden. Beide Projekte zielen darauf ab, das deutsche Stromnetz zu stärken, indem sie Ökostrom von Offshore-Windparks zu Haushalten und Unternehmen an Land transportieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trotz anhaltender Proteste in Bohmte läuft das Genehmigungsverfahren für BalWin 1 nun an. Werden die Vorhaben wie geplant umgesetzt, spielen die beiden Leitungen eine zentrale Rolle beim Transport von Nordsee-Windenergie in den frühen 2030er-Jahren. Die Projekte zeigen die anhaltenden Bemühungen, den Ausbau erneuerbarer Energien mit lokalen Umwelt- und Gesundheitsbelangen in Einklang zu bringen.

Quelle