Bayer 04 Leverkusen scheitert mit Trainingszentrum an lokalem Widerstand in Monheim
Lara KellerBayer 04 Leverkusen scheitert mit Trainingszentrum an lokalem Widerstand in Monheim
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten hat sich der Verein nun für Monheim am Rhein entschieden. Doch das Projekt stößt auf starken Widerstand bei lokalen Politikern.
Der geplante Campus in Monheim soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege umfassen. Er entspricht dem Mindestbedarf für die sportlichen und betrieblichen Anforderungen des Clubs. Dennoch hat Bayer 04 seine Pläne bereits mehrfach zurückgestuft – bedingt durch anhaltende lokale Ablehnung.
Der Konflikt spitzte sich nach den Kommunalwahlen 2025 zu, als eine neue Ratsmehrheit das Vorhaben aus Klima- und Umweltschutzgründen ablehnte. Sportdirektor Simon Rolfes warnte vor schweren Folgen, falls der Campus nicht realisiert werde. Er betonte, dass die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins davon abhänge.
Bayer-AG-Chef Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die Entwicklungen in Monheim genau verfolge. Die Dringlichkeit habe zugenommen, da die bestehende Infrastruktur am BayArena-Standort in Leverkusen gefährdet sei.
Der Campus in Monheim bleibt für die langfristigen Pläne von Bayer 04 entscheidend. Ohne ihn droht der Verein in der Nachwuchsförderung und der betrieblichen Kapazität zurückzufallen. Die lokale politische Opposition verzögert weiterhin eine Entscheidung über das Projekt.
