BfS und ABI beenden gemeinsame Fraktion in Solingen nach monatelangen Konflikten
Marie WolfBfS und ABI beenden gemeinsame Fraktion in Solingen nach monatelangen Konflikten
Gemeinsame Fraktion von Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) und Alternativer Bürgerinitiative Solingen (ABI) löst sich zum Jahresende auf
Die gemeinsame Stadtratsfraktion der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) und der Alternativen Bürgerinitiative Solingen (ABI) wird Ende des Jahres aufgelöst. Die Trennung folgt auf anhaltende politische Meinungsverschiedenheiten und persönliche Spannungen. Beide Seiten begründeten den Schritt mit unüberbrückbaren grundsätzlichen Differenzen.
Die BfS war bei der letzten Kommunalwahl mit einem klaren Ziel angetreten: die Interessen aller Solinger Bürgerinnen und Bürger zu vertreten. Doch im Laufe der Zeit verschärften sich die Konflikte – sowohl in sachlichen Fragen als auch in der Arbeitsweise. Die Führungen beider Vereine gerieten wiederholt aneinander, sodass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr tragbar erschien.
Ab dem 1. Januar 2024 wird die BfS als kleinere Fraktion unter dem bisherigen Namen weiterbestehen. Ihr gehören dann nur noch zwei Mitglieder an: Martin Bender und Jan Michael Lange. Durch die Verkleinerung verliert die Gruppe zwar bestimmte Rechte im Rat, betont jedoch, dass ihre Grundsätze unverändert bleiben.
Die BfS hat bereits die Bildung der neuen Fraktion beantragt, die unmittelbar nach der Auflösung in Kraft treten soll. In einer Stellungnahme hob die Organisation hervor, dass sie bei Fragen der Integrität und ihrer Werte keine Kompromisse eingehe – weder aus finanziellen noch aus politischen Gründen. Trotz der Trennung bleibe man dem Gemeinwohl Solingens verpflichtet und stehe weiter im Dialog mit anderen demokratischen Kräften.
Das Ende der Zusammenarbeit markiert das Aus einer Koalition, die einst die lokale Vertretung stärken wollte. Künftig wird die BfS mit weniger Mitgliedern und eingeschränkten Ratsrechten agieren. Dennoch will die Gruppe ihr Engagement für Solingen aufrechterhalten und sich in der neuen politischen Konstellation behaupten.






