10 April 2026, 16:07

CDU-Kandidat Flemm plant Stadtgesellschaft als zentrale Anlaufstelle für Solinger Vereine

Ein Diagramm mit der Überschrift "Verantwortung in der Gemeinschaft" mit drei miteinander verbundenen Kreisen um einen zentralen Kreis, alle in hellen Farben mit fetter Schrift.

CDU-Kandidat Flemm plant Stadtgesellschaft als zentrale Anlaufstelle für Solinger Vereine

Daniel Flemm, der CDU-Kandidat für das Bürgermeisteramt in Solingen, hat Pläne vorgestellt, um den freiwilligen Sektor der Stadt zu stärken. Zu seinen Vorschlägen gehört ein neuer städtischer Service namens Stadtgesellschaft, der als zentrale Anlaufstelle für lokale Vereine und Initiativen dienen soll. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der Finanzierung und Koordination der zahlreichen Bürgergruppen in Solingen.

Flemms zentraler Vorschlag ist die Einrichtung der Stadtgesellschaft, einer eigenen Dienststelle im Büro des Oberbürgermeisters. Diese soll als einheitlicher Ansprechpartner für Vereine, gemeinnützige Organisationen und Veranstalter fungieren – insbesondere für diejenigen, die traditionelle und Nachbarschaftsfeste organisieren. Derzeit sehen sich die Vereine mit uneinheitlichen Antragsverfahren und wechselnden Ansprechpartnern in der Stadtverwaltung konfrontiert.

Die Initiative stößt auf gemischte Reaktionen. Philipp Müller von der Initiative Kreis Solingen begrüßte die Idee und forderte eine zuverlässigere Struktur als Ersatz für das derzeit zersplitterte System. Auch Leonhard von den Steinen, Vorsitzender des Clubs der Behinderten und ihrer Freunde Solingen, unterstützte den Plan und betonte die Notwendigkeit eines festen Ansprechpartners im Rathaus, insbesondere für kleinere Gruppen.

Nurten Öztürk, Koordinatorin des Freien Wohlfahrtsverbands Solingen, äußerte jedoch Bedenken zur Finanzierung. Sie verwies auf die hohe Verschuldung Solingens und fragte, wie der neue Service finanziert werden solle. Flemm entgegnete, dass er plane, die Gerd-Kaimer-Stiftung in die Stadtgesellschaft zu integrieren, um so einen klareren und transparenteren Förderprozess zu schaffen.

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Neben der administrativen Unterstützung schlug Flemm auch praktische Maßnahmen vor, um lokale Veranstaltungen zu erleichtern. Einer der Vorschläge war, dass die Stadt mobile Absperrgitter anschaffen könnte, die Vereine kostenlos ausleihen könnten. Dies würde nicht nur die Sicherheit bei Festen erhöhen, sondern auch die Kosten für die Veranstalter senken.

Sollte die Stadtgesellschaft umgesetzt werden, würde sie die Unterstützung für Solingens freiwilligen Sektor zentralisieren und sowohl mehr Transparenz bei der Finanzierung als auch logistische Hilfe bieten. Der Vorschlag steht nun jedoch vor der Prüfung seiner finanziellen Machbarkeit, wobei die hohe Verschuldung der Stadt ein mögliches Hindernis darstellt. Flemms Pläne umfassen zudem weitere Maßnahmen, um die sozialen Grundlagen der Stadt zu festigen.

Quelle