"Die Reise nach Reims" begeistert mit Gesangsglarz und spektakulären Bühneneffekten
Sebastian Huber"Die Reise nach Reims" begeistert mit Gesangsglarz und spektakulären Bühneneffekten
Eine spektakuläre Inszenierung von Die Reise nach Reims hat die Bühnenwelt im Sturm erobert. Die Opera buffa, 1825 zur Krönung von König Karl X. komponiert, entfaltete sich im Goldenen Lilien-Hotel in der französischen Provinz. Das Publikum belohnte die mit Gesangsglarz und kühnen Bühneneffekten gespickte Aufführung mit stehenden Ovationen.
Die Oper stellt höchste Ansprüche an die 14 Sänger, die allesamt mit energiegeladenen Darbietungen glänzten. Marina Viotti begeisterte als Gräfin Melibea, während Mélissa Petit als Gräfin di Folleville funkelte. Tara Erraught brachte mit ihrem Jodeln als Madame Cortese eine spielerische Note in den Abend.
Edgardo Rochas lyrischer Tenor stieg als Belfiore zu schwindelerregenden Höhen auf, und Dmitry Korchak erreichte als Graf Libenskof atemberaubende Gesangsspitzen. Cecilia Bartoli entfachte als Corinna ein Feuerwerk an Koloratur-Kunststückchen. Das Ensemble meisterte zudem akrobatische Einlagen mit perfekter Präzision und hielt das Publikum so in seinem Bann.
An Dramatik mangelte es der Produktion nicht: Es wurden Pistolen abgefeuert und eine Harfe in Brand gesteckt – explosive Momente, die die Aufführung noch intensiver machten. Die Verbindung von sängerischer Meisterschaft und mutiger Regie hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Der Erfolg der Show lag in der gelungenen Mischung aus technischer Perfektion und theatralischem Esprit. Von Bartolis feurigen Arien bis zur körperlichen Agilität des Ensembles fügte sich jedes Element nahtlos zusammen. Die stehenden Ovationen bestätigten: Dies war ein unvergesslicher Opernabend.






