31 May 2026, 06:03

Europas größter Quantenrechner PaQS revolutioniert photonische Informatik

Erste Quantum-Computer in Deutschland rechnet in Paderborn

Europas größter Quantenrechner PaQS revolutioniert photonische Informatik

Forscher der Universität Paderborn haben Europas größten quantenbasierten Rechner auf Probennahmebasis vorgestellt – den PaQS. Die Maschine stellt einen bedeutenden Fortschritt in der photonischen Quanteninformatik dar und bietet ein neues Maß an Flexibilität und Programmierbarkeit.

PaQS entstand im Rahmen der Initiative PhoQuant, einem mit 50 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt. Ziel ist es, die Grenzen der photonischen Quantencomputing-Technologie zu erweitern und Deutschland als führende Nation in diesem Bereich zu etablieren. Zu den Projektpartnern zählen Menlo Systems, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF Jena, Swabian Instruments sowie der Koordinator Q.ANT.

Das System nutzt gepresstes Licht – eine Quantentechnologie, die über optische Wellenleiter erzeugt wird. Die Universität Paderborn steuerte hierfür entscheidendes Fachwissen bei. Im Kern verfügt PaQS über ein voll programmierbares Interferometer, das Photonen durch ein komplexes Netzwerk optischer Pfade lenkt. Diese Architektur ermöglicht eine deutlich bessere Steuerung und Anpassungsfähigkeit im Vergleich zu früheren Quantensystemen.

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Photonische Quantencomputer wie PaQS bieten besondere Vorteile, darunter Skalierbarkeit und hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten. Dennoch steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen, und weitere Forschung ist nötig, um ihr volles Potenzial zu erschließen. Nähere Informationen zum PhoQuant-Projekt finden sich auf der Nachrichtenseite der Universität.

Die Inbetriebnahme von PaQS markiert einen wichtigen Meilenstein für Deutschlands Quantentechnologie-Ambitionen. Dank seiner fortschrittlichen Programmierbarkeit und Skalierbarkeit könnte die Maschine den Fortschritt in der photonischen Quanteninformatik beschleunigen. Der Erfolg des Projekts könnte zudem die Position des Landes im globalen Wettbewerb um Quantentechnologien stärken.

Quelle