Fachveranstaltung in Recklinghausen diskutiert Radikalisierungsprävention und Extremismus bei Jugendlichen
Emil SchmittFachveranstaltung in Recklinghausen diskutiert Radikalisierungsprävention und Extremismus bei Jugendlichen
Veranstaltung zu Radikalisierungsprävention und Extremismus in Recklinghausen
Am 21. Januar 2025 fand am Kuniberg-Berufskolleg in Recklinghausen eine Fachveranstaltung zum Thema Bekämpfung von Radikalisierung und Extremismus statt. Organisiert von der Polizeidirektion Recklinghausen und den örtlichen Schulberatungsdiensten, kamen Polizeibeamte, Pädagogen, Bürgermeister sowie Vertreter des Kreises Recklinghausen und der Stadt Bottrop zusammen. Im Mittelpunkt standen antimuslimischer Rassismus, Islamismus und der wachsende Einfluss sozialer Medien auf Jugendliche.
Die Veranstaltung unter dem Titel „Antimuslimischer Rassismus und Islamismus im Kontext des Einflusses sozialer Medien – eine Herausforderung für Polizei und Schulen“ wurde mit einem Hauptvortrag von Prof. Dr. Mouhanad Khorchide eröffnet. Als Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster und Direktor des dortigen Zentrums für Islamische Theologie analysierte er, wie Prediger auf TikTok extremistische Narrative verbreiten. Zudem stellte er Strategien zur Prävention von Radikalisierung vor und erläuterte deren Ursachen.
Khorchide ist zudem Mitglied der „Task Force zur Islamismusprävention“, die vom Bundesinnenministerium am 1. Oktober 2024 ins Leben gerufen wurde. Seine Ausführungen bildeten die Grundlage für anschließende Diskussionen über den Schutz von Jugendlichen vor extremistischen Einflüssen.
Nach dem Vortrag teilten sich die Teilnehmer in kleinere Arbeitsgruppen auf, um neue Ansätze zu entwickeln. Katharina Große-Westermann vom Bottroper Schulpsychologischen Dienst wies auf das Fehlen attraktiver Alternativen zu hasserfüllten Online-Inhalten hin. Sie betonte die Notwendigkeit, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Marisa Roth von der Schulberatungsstelle Recklinghausen ergänzte, dass junge Menschen oft nach Sicherheit, Bestätigung und Zugehörigkeit suchten – Bedürfnisse, die extremistische Gruppen gezielt ausnutzten. Sie plädierte dafür, gesündere Wege zu bieten, um diese Sehnsüchte zu erfüllen.
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen erklärte, das Ziel der Veranstaltung sei es gewesen, die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei zu intensivieren. Gemeinsam solle man besser gegen Hassrede, Radikalisierung und weitere gesellschaftliche Herausforderungen vorgehen.
Die Tagung unterstrich, wie wichtig das gemeinsame Engagement von Polizei und Schulen ist, um Jugendliche vor extremistischen Einflüssen zu schützen. Die Teilnehmer nahmen konkrete Ideen mit, um die Medienkompetenz zu fördern und positive Alternativen zur Online-Radikalisierung anzubieten. Die Veranstaltung machte deutlich, dass eine kontinuierliche Zusammenarbeit notwendig ist, um diesen wachsenden Problemen zu begegnen.






