Feuerwehr in NRW kämpft gegen geplante Rentenalter-Erhöhung auf 60-plus
Marie WolfFeuerwehr in NRW kämpft gegen geplante Rentenalter-Erhöhung auf 60-plus
Feuerwehrleute in Nordrhein-Westfalen wehren sich gegen Pläne zur Anhebung des Rentenalters
Die Gewerkschaft ver.di fordert, die bisherige Altersgrenze von 60 Jahren beizubehalten, und ruft die regierenden Parteien auf, die Pläne fallen zu lassen. Über 5.000 Feuerwehrkräfte unterstützen bereits die Kampagne und haben im März eine Petition an den Landtag überreicht.
Das Innenministerium des Landes prüft derzeit einen Gesetzentwurf, der das Rentenalter für Feuerwehrleute erhöhen soll. Beamte argumentieren, die Änderung sei notwendig, um die Einsatzfähigkeit angesichts des demografischen Wandels und des Personalmangels zu sichern. Die Gewerkschaft hingegen sieht darin einen direkten Angriff auf den Berufsstand.
„Abschreckung für Nachwuchskräfte“ Tjark Sauer, bei ver.di zuständiger Sekretär für den Feuerwehrbereich in NRW, warnte, dass eine Anhebung der Altersgrenze potenzielle Bewerber abschrecken könnte. Zudem kritisierte er, der Vorschlag gehe an den eigentlichen Problemen der Feuerwehr vorbei. Sauer zufolge untergräbt der Plan die Leistungen der Einsatzkräfte, statt Personalengpässe zu lösen.
Bereits im März hatten mehr als 5.000 Feuerwehrleute eine Petition unterzeichnet, in der sie die Abgeordneten auffordern, das Rentenalter bei 60 Jahren zu belassen. Seither verlangt die Gewerkschaft von den Regierungsparteien, die Debatte vollständig zu beenden.
Streit um Personalgewinnung und Arbeitsbedingungen Im Kern geht es um die Frage, ob eine spätere Verrentung den Personalmangel lindert oder eher Fachkräfte abschreckt. Während die Gewerkschaft auf der bestehenden Regelung beharrt, prüft das Ministerium weiterhin den Entwurf. Die Entscheidung wird die Arbeitsbedingungen von Tausenden Feuerwehrleuten in NRW maßgeblich prägen.






