30 April 2026, 16:21

Forscher enthüllen dunkle Vergangenheit des Gelsenkirchener Polizeipräsidiums in der NS-Zeit

Ein detaillierter alter Stadtplan von Weimar, Deutschland, mit Text oben und unten, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Forscher enthüllen dunkle Vergangenheit des Gelsenkirchener Polizeipräsidiums in der NS-Zeit

Forschungsprojekt in Nordrhein-Westfalen deckt Geschichte zentraler Polizeistandorte aus der Weimarer Republik und NS-Zeit auf

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Unter dem Titel "Orte der Polizeigeschichte" untersucht ein Projekt seit 2020 die Vergangenheit bedeutender Polizeistandorte in Nordrhein-Westfalen – angestoßen durch einen Vorschlag des Innenministeriums des Landes. Die neuesten Erkenntnisse zum Polizeipräsidium Gelsenkirchen sind nun online für die Öffentlichkeit zugänglich.

Geleitet wird das Vorhaben von der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW). Ein Forschungsteam – darunter Prof. Dr. Dr. Dimitrij Davydov, Prof. Dr. Christoph Giersch, Dr. Frank Kawelovski, Dr. Christoph Riederer und Nanina Marika Sturm – sichtet und analysiert historische Akten. Im Fokus stehen Polizeigebäude, Einsatzorte sowie Ereignisse mit Bezug zum "Dritten Reich".

Ein zentrales Element des Projekts ist eine interaktive virtuelle Karte. Sie verknüpft historische Informationen, Archivdokumente und multimediale Materialien wie Fotos und Filme mit den jeweiligen Orten. Das Polizeipräsidium Gelsenkirchen zählt zu den nun vollständig dokumentierten Standorten; die Daten sind über die Projektwebsite abrufbar.

Ziel der Initiative ist es, die Polizeigeschichte Nordrhein-Westfalens systematisch aufzuarbeiten. Durch die Konzentration auf die Weimarer Republik und die NS-Zeit entsteht ein präziseres Bild davon, wie die Strafverfolgungsbehörden in diesen prägenden Jahren agierten.

Die Forschungsergebnisse zum Gelsenkirchener Polizeihauptquartier sind ab sofort auf der Projektplattform öffentlich einsehbar. Die virtuelle Karte und die begleitenden Materialien ermöglichen einen direkten Zugang zu den historischen Quellen. Weitere Standorte sollen im Laufe der Untersuchungen folgen.

Quelle