Forschungsprojekt POTUS will urbanen Güterverkehr mit lokalen Lieferketten revolutionieren
Sebastian HuberForschungsprojekt POTUS will urbanen Güterverkehr mit lokalen Lieferketten revolutionieren
Ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal untersucht Wege, um den urbanen Güterverkehr durch lokale Lieferketten zu optimieren. Die mit 1,4 Millionen Euro aus europäischen und nationalen Mitteln geförderte Studie zielt darauf ab, Städten bei der Entwicklung nachhaltigerer Lieferysteme zu helfen. Aktuelle Datenlücken in offiziellen Statistiken erschweren die Planung effizienter Verkehrsnetze, weshalb neue Erhebungen und innovative Ansätze erforderlich sind.
Das Projekt mit dem Namen POTUS wird vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität koordiniert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie lokale Dienstleister – etwa Läden, Cafés oder Reparaturwerkstätten – die Nachfrage nach Lieferungen in Stadtvierteln erhöhen. Die Forscher:innen analysieren, welche Bezirke den höchsten Güterverkehr aufweisen und unter welchen Bedingungen diese Spitzen auftreten.
Ein internationales Team aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien sowie deutschen Städten wie Düsseldorf und Wiesbaden ist beteiligt. Ihre Arbeit umfasst die Auswertung, wie Daten aus verschiedenen europäischen Ländern verglichen und genutzt werden können, um den urbanen Güterverkehr effizienter zu steuern. Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, die überflüssige Transportwege reduzieren, ohne die Versorgung mit essenziellen Gütern zu beeinträchtigen.
Die Forschung knüpft zudem an das Konzept der "15-Minuten-Stadt" an, das darauf abzielt, Alltagsbedürfnisse innerhalb von 15 Geh- oder Fahrradminuten erreichbar zu machen. Durch die Analyse, wie Merkmale einzelner Viertel den Lieferbedarf beeinflussen, möchte das Team klimafreundliches Stadtleben fördern. Regelmäßige Umfragen sollen bestehende Datenlücken schließen und Städten fundiertere Planungsgrundlagen bieten.
Die Ergebnisse könnten die Herangehensweise an die urbanen Logistik grundlegend verändern und Lieferungen effizienter sowie nachhaltiger gestalten. Mit einer Förderung von 1,4 Millionen Euro wird das Projekt Werkzeuge für ein besseres Transportmanagement entwickeln. Die Erkenntnisse könnten Städten zudem helfen, das "15-Minuten-Stadt"-Modell umzusetzen – mit weniger Emissionen und gut versorgten Nachbarschaften.






