Gewalt am Arbeitsplatz: Wie Schulen, Krankenhäuser und Straßenbau um Sicherheit ringen
Sebastian HuberGewalt am Arbeitsplatz: Wie Schulen, Krankenhäuser und Straßenbau um Sicherheit ringen
Gewalt am Arbeitsplatz in verschiedenen Berufen stand im Mittelpunkt einer aktuellen Online-Veranstaltung. Die Diskussion, Teil der Reihe "SAFE HOUR" des Netzwerks #SafeAtWork, rückte die wachsende Besorgnis über Bedrohungen und Übergriffe in Schulen, Krankenhäusern und öffentlichen Einrichtungen in den Fokus. Fachleute aus Bildung, Gesundheitswesen und Straßenbau berichteten von ihren Erfahrungen und forderten eine engere Zusammenarbeit.
Ulrike Purz, Schulleiterin der Gesamtschule Buer-Mitte, beschrieb einen beunruhigenden Anstieg von verbalen Angriffen und Respektlosigkeit an Schulen. Sie schilderte, wie tägliche Bedrohungen die Arbeit des Lehrpersonals zunehmend erschweren.
Dr. Norman Hecker, Chefarzt am Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen, sprach über die Belastung für Mitarbeiter in Notaufnahmen. Sowohl körperliche als auch verbale Angriffe seien mittlerweile eine regelmäßige Herausforderung für die medizinischen Teams, so Hecker.
Dr. Sascha Kaiser, Direktor bei Strassen.NRW, verwies auf ähnliche Probleme im Straßenbau. Auch in diesem Bereich käme es häufig zu Konflikten, während die Beschäftigten ihrer Arbeit nachgingen.
Die Runde diskutierte bestehende lokale Initiativen wie den "Runden Tisch Gewaltprävention" in Gelsenkirchen, der verschiedene Behörden zusammenbringt. Christian Bredau von der Kriminalprävention und Opferhilfe der Polizei Gelsenkirchen gab praktische Ratschläge zum Umgang mit gewalttätigen Vorfällen. Er betonte die Bedeutung von Schulungen und schnellen Reaktionen.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass nachhaltige Lösungen nur durch branchenübergreifende Kooperation möglich sind. Die Veranstaltung unterstrich, wie gemeinsame Strategien Risiken verringern und die Sicherheit der Beschäftigten verbessern können.
Die "SAFE HOUR"-Sitzung am 8. Juli 2025 markierte einen weiteren Schritt im Kampf gegen Gewalt am Arbeitsplatz. Weitere Diskussionen sind geplant; Details gibt es auf der Website des Netzwerks unter www.safeatwork.nrw. Die Organisatoren hoffen, dass die fortgesetzte Zusammenarbeit zu wirksameren Präventionsmaßnahmen in allen Berufsfeldern führen wird.






