Großrazzia in NRW: Illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in 18 Betrieben aufgedeckt
Emil SchmittGroßrazzia in NRW: Illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in 18 Betrieben aufgedeckt
Mehr als 100 Kontrollbeamte führten am 13. März 2025 in Köln, Bonn, Leverkusen und den umliegenden Kreisen Razzien durch. Ziel der großangelegten Aktion waren Betriebe, die im Verdacht standen, gegen Arbeitsgesetze zu verstoßen. Dabei wurden zahlreiche Fälle illegaler Beschäftigung sowie Verstöße gegen Lohnvorschriften aufgedeckt.
Im Rahmen der Kontrollen wurden insgesamt 18 Unternehmen und 73 Personen überprüft. Allein in Köln wurden 13 Betriebe und 47 Personen kontrolliert, in Bonn waren es fünf Unternehmen mit 26 Beschäftigten.
Sieben Personen arbeiteten demnach illegal in Restaurants oder Imbissen. Neun Arbeitgeber hatten die nach dem Mindestlohngesetz vorgeschriebenen Stundenlohnaufzeichnungen nicht geführt. In drei Fällen erhielten Beschäftigte weniger als den gesetzlichen Mindestlohn, bei sechs weiteren fehlte eine Anmeldung bei der Sozialversicherung.
Die Behörden deckten zudem sechs mögliche Fälle von Sozialleistungsbetrug auf. Gegen die ohne gültige Arbeitserlaubnis Beschäftigten wurden umgehend Ermittlungsverfahren eingeleitet. Weitere Schritte, darunter aufenthaltsrechtliche Maßnahmen, werden nun von den Ausländerbehörden geprüft.
Die Aktion zeigte eine weitverbreitete Missachtung von Arbeits- und Lohnvorschriften. Die Prüfer haben ihre Erkenntnisse an die Ausländerbehörden und Sozialversicherungsträger weitergeleitet, die nun weitere Maßnahmen einleiten werden. Den betroffenen Unternehmen drohen bei Verstößen Strafen nach Arbeits- und Aufenthaltsrecht.






