Zoll deckt illegale Beschäftigung in NRW auf: Razzien in Bad Laasphe und Netphen
Sebastian HuberZoll deckt illegale Beschäftigung in NRW auf: Razzien in Bad Laasphe und Netphen
Zollbeamte der Dortmunder Hauptstelle haben bei zwei getrennten Razzien nicht gemeldete Arbeitskräfte aufgedeckt. Die Einsätze fanden in Bad Laasphe und Netphen statt und brachten multiple Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht ans Licht. In beiden Fällen handele es sich um ausländische Staatsbürger, die illegal in Deutschland beschäftigt waren.
In Bad Laasphe durchsuchten die Behörden ein Massagestudio, in dem eine Masseurin gerade arbeitete, während zwei weitere eine Pause einlegten. Die Ermittler stellten fest, dass das Unternehmen keine offiziellen Angestellten in seiner Lohnbuchhaltung führte. Die betreffende Masseurin war seit anderthalb Jahren beschäftigt, ohne bei der Sozialversicherung angemeldet zu sein. Nun prüfen die Behörden das volle Ausmaß der nicht gezahlten Sozialabgaben in Verbindung mit dem Studio.
In Netphen wurde ein Hotel mit Restaurant kontrolliert, wobei mehrere Regelverstöße aufgedeckt wurden. Eine kosovarische Frau, die illegal in der Küche arbeitete, versuchte bei Eintreffen der Beamten zu fliehen, wurde jedoch schnell gestellt. Sowohl sie als auch ein weiterer Mann waren ohne gültige Arbeitserlaubnis beschäftigt. Ihre Pässe wurden eingezogen und an die Ausländerbehörde weitergeleitet. Zudem verloren beide ihr Recht auf weiteren Aufenthalt im Land.
Arbeitgeber, die ausländische Staatsbürger illegal beschäftigen, müssen mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. In solchen Fällen können die Bußgelder nach deutschem Recht bis zu 500.000 Euro betragen.
Die beiden Einsätze unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit zu bekämpfen. Die kosovarische Frau und der beteiligte Mann müssen nun mit einer Abschiebung rechnen, während den betroffenen Betrieben erhebliche Strafen drohen. Die Behörden ermitteln weiterhin zu den finanziellen und rechtlichen Folgen dieser Verstöße.






