05 May 2026, 17:22

"Grüne Ufer": Alexejews Roman feiert düstere Bühnenpremiere in Jekaterinburg

Ein altes Illustrationstitel "Die Musik der russischen Revolution" zeigt einen Mann in einem weißen Gewand, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem langen Kleid, die Blumen hält, eingerahmt von einem prunkvollen Rahmen vor einem tiefblauen sternenklaren Nachthimmel.

"Grüne Ufer": Alexejews Roman feiert düstere Bühnenpremiere in Jekaterinburg

Neue Bühnenfassung von Gennadi Alexejews Roman „Grüne Ufer“ in Jekaterinburg uraufgeführt

In Jekaterinburg hat eine neue Theateradaption von Gennadi Alexejews Roman „Grüne Ufer“ Premiere gefeiert. Die Inszenierung, die unter der Regie und in der Bearbeitung von Lilia Bornaschewa entstand, wird im privaten Theater „Tvary“ gezeigt und erzählt die unwahrscheinliche Verknüpfung zweier Leben: eines sowjetischen Dichters der 1980er-Jahre und einer Romanzen-Sängerin aus dem vorrevolutionären Russland. Die Produktion bietet eine mutige Interpretation eines der bekanntesten Werke Alexejews.

Gennadi Alexejew schrieb „Grüne Ufer“, nachdem er auf die wahre Geschichte der Sängerin Anastassija Wjalzewa gestoßen war, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte. Später bezeichnete er den Roman als eines seiner drei bedeutendsten Werke, die sich mit parallelen Existenzformen beschäftigen. Das Stück bleibt dem düsteren Ton des Buches treu und präsentiert ein Ende ohne Auflösung oder Glück.

Auf der Bühne glänzt Jelena Iwanowa in einer herausragenden Darstellung, indem sie neun verschiedene Figuren verkörpert. Die Hauptrolle teilt sie sich mit Oleg Dulenkin, der den sowjetischen Dichter spielt, der in einer surreale Verbindung zur Vergangenheit gefangen ist. Bornaschewas Regie lässt die Handlung zwischen den Epochen wechseln und verschmilzt Geschichte mit Fantasie.

Die Aufführung im „Tvary“, einem kleinen unabhängigen Theater, verleiht der Geschichte eine besondere Intimität. Das Publikum erlebt das sich entfaltende Drama aus nächster Nähe, was den Kontrast zwischen den beiden Welten noch verstärkt.

Die Premiere führt die Theaterbesucher in Jekaterinburg in eine komplexe, vielschichtige Erzählung über Zeit und Erinnerung ein. Mit Iwanowas wandelbarer Schauspielkunst und Bornaschewas visionärer Regie bringt „Grüne Ufer“ Alexejews Erforschung paralleler Leben auf eindrucksvolle, wenn auch beunruhigende Weise auf die Bühne. Das Stück läuft weiterhin im „Tvary“ und bietet die seltene Gelegenheit, diese ambitionierte Adaption zu erleben.

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