Halles altes Thalia-Theater wird zum pulsierenden Kulturzentrum neu erfunden
Sebastian HuberHalles altes Thalia-Theater wird zum pulsierenden Kulturzentrum neu erfunden
Die Stadt Halle (Saale) verwandelt das ehemalige Thalia-Theater in ein lebendiges kulturelles Zentrum. Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport, betonte dessen wachsende Bedeutung als unverzichtbarer Ort für die lokale Kunstszene. Das Vorhaben ist Teil einer umfassenderen Initiative zur Belebung des einzigartigen Kulturviertels im Stadtzentrum.
Die Stadt ist Eigentümerin des Gebäudes, das über einen Zuschauerraum, eine Bühne, Proberäume und weitere Einrichtungen verfügt. Es soll weiterhin ein zentraler Anlaufpunkt für freie Künstler bleiben und seine Türen für Jugendliche sowie andere kommunale Kulturprojekte öffnen. Ein Pilotprojekt startet im September 2026, wobei ein junges „Zukunftsteam“ die Vorbereitungen leitet und Rückmeldungen sammelt, um das Konzept des Ortes mitzugestalten.
Die Theater, Oper und Orchester Halle GmbH (TOOH) wird die Spielstätte im Rahmen einer bis 2028 laufenden Partnerschaft jährlich sechs Monate lang für verschiedene künstlerische Sparten nutzen. Zudem beabsichtigt die Stadt, sich in der zweiten Phase des Förderprogramms „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“ um Zuschüsse von bis zu 600.000 Euro zu bewerben, das von der Kulturstiftung des Bundes unterstützt wird.
Ziel ist es, das Potenzial des Standorts weiter zu erschließen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit der TOOH, den Freien Spielstätten Halle e.V. und der unabhängigen Kunstszene zu stärken. Das ehemalige Thalia-Theater soll sowohl als kreativer Freiraum als auch als Experimentierfeld für neue kulturelle Ideen dienen. Durch den Förderantrag der Stadt und langfristige Partnerschaften wird seine Zukunft als flexibler, partizipativer Veranstaltungsort gesichert. Das Projekt verspricht frischen Schwung für die Hallesche Kulturlandschaft.
