IHK warnt vor Bürokratie und maroden Verkehrswegen im Bergischen Land
Sebastian HuberIHK warnt vor Bürokratie und maroden Verkehrswegen im Bergischen Land
Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat dringende Bedenken wegen der wachsenden Bürokratie und der maroden Verkehrsverbindungen in der Region geäußert. Bei einem jüngsten Treffen mit Abgeordneten aus dem Bergischen Land wiesen Wirtschaftsvertreter darauf hin, wie übermäßige Vorschriften und zögerliche Infrastrukturinstandsetzungen Unternehmen und Bürger gleichermaßen belasten.
Die Vollversammlung der IHK hatte zuvor mit großer Mehrheit beschlossen, einen Dialog mit allen gewählten Volksvertretern zu suchen. Allerdings lehnten Abgeordnete von SPD und Grünen eine Teilnahme aus politischen Gründen ab. CDU-Vertreter hatten ihre Teilnahme zunächst zugesagt, sagten dann aber kurzfristig ab.
Während des Treffens kritisierte IHK-Präsident Henner Pasch die steigende Belastung durch bürokratische Auflagen für die Wirtschaft. Er betonte, dass Unternehmen zunehmend Personal und Mittel aufwenden müssten, um mit den neuen Regelungen Schritt zu halten. Pasch übt zudem scharfe Kritik an den Behörden, die bei der Behebung von Verkehrsproblemen nur langsam vorankämen – verursacht durch überbordende Bürokratie.
Ein weiteres zentrales Thema waren die Energiepreise und die Versorgungssicherheit. Die IHK machte deutlich, dass sowohl Unternehmen als auch Haushalte auf bezahlbare und verlässliche Energie angewiesen seien. Marcel Hafke (FDP) und Dr. Hartmut Beucker (AfD) teilten diese Sorgen, wiesen jedoch darauf hin, dass viele Lösungen auf Bundes- und EU-Ebene angegangen werden müssten.
Die IHK kündigte zudem an, im Vorfeld der Europawahl 2024 eine Podiumsdiskussion zu veranstalten – ein Zeichen für ihr Engagement, sich mit Politikern über übergeordnete Fragen auszutauschen, die die Region betreffen.
Das Treffen endete mit deutlicher Frustration über Bürokratie und Verzögerungen bei der Infrastruktur. Während einige politische Vertreter auf die Anliegen der Wirtschaft eingingen, fehlten andere. Die geplante Podiumsdiskussion der IHK zur Europawahl deutet auf weitere Bemühungen hin, die Kluft zwischen Politik und regionaler Wirtschaft zu überbrücken.






