25 June 2026, 20:02

John Eliot Gardiner erneut in der Kritik: Warum die Klassikszene gespalten ist

Videoanalyse im Gardiner-Fall

John Eliot Gardiner erneut in der Kritik: Warum die Klassikszene gespalten ist

Dirigent John Eliot Gardiner steht erneut in der Kritik – diesmal wegen angeblichen Fehlverhaltens beim jüngsten Bach-Festival. Der Vorfall wirft Fragen zu seinem Verhalten auf und rückt frühere Vorwürfe wieder in den Fokus. Einige Vertreter der Musikszene distanzieren sich bereits von ihm.

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Während des Schlussapplauses der Aufführung steckte Gardiner einer Mitarbeiterin eine Schriftrolle in das Hemd. Sie schien sich zunächst zu wehren. Später gab er an, von ihrer Reaktion überrascht gewesen zu sein – er habe die Rolle lediglich hinter ihrer Kette verstecken wollen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Gardiner mit solchen Vorwürfen konfrontiert wird. Bereits in der Vergangenheit hatte er einen Kontrabassisten geohrfeigt. Daraufhin verweigerte der Monteverdi Choir die weitere Zusammenarbeit, woraufhin Gardiner das Constellation Ensemble gründete.

Trotz der Kontroversen zeigen sich Veranstalter wie die Leipziger Bach-Festspiele versöhnlich und buchen ihn weiterhin. Gardiner selbst bestehe darauf, nichts falsch gemacht zu haben – auch wenn sich gesellschaftliche Maßstäbe wandeln. Er räumt ein, nicht immer volle Kontrolle über sein Handeln zu haben, und bleibt unter Beobachtung.

Der aktuelle Vorfall deutet darauf hin, dass Gardiner frühere Kritik nicht ausreichend aufgearbeitet hat. Sein Verhalten sorgt in der Klassikszene weiterhin für Diskussionen. Die Veranstalter jedoch scheinen bereit, die Vorfälle zu übergehen und die professionelle Zusammenarbeit fortzusetzen.

Quelle