21 March 2026, 10:04

Justizvollzugsanstalt Willich: Moderner Knast mit Fokus auf Resozialisierung fast fertig

Ausführlicher architektonischer Plan der Anemas-Gefängnis, der Räume, Korridore, Fenster, Türen und strukturelle Anmerkungen auf Papier zeigt.

Justizvollzugsanstalt Willich: Moderner Knast mit Fokus auf Resozialisierung fast fertig

Justizvollzugsanstalt Willich in Nordrhein-Westfalen steht kurz vor dem Abschluss der zweiten Bauphase – ein wichtiger Meilenstein bei der Modernisierung des Landesgefängnissystems. Der Ausbau umfasst neue Haftgebäude, erweiterte Werkstätten und eine große Sportanlage, die allesamt auf die Resozialisierung und Wiedereingliederung der Inhaftierten abzielen. Nach Fertigstellung wird die Anlage auf einem 27.000 Quadratmeter großen Gelände insgesamt 768 Haftplätze bieten.

Die Arbeiten an der neuen Justizvollzugsanstalt begannen nach dem Abriss älterer Bausubstanz in Willich-Anrath, der planmäßig bis zum Sommer 2023 abgeschlossen wurde. In der ersten Phase wurde im Juni 2024 das Haftgebäude 1 mit 400 Zellen an die Gefängnisverwaltung übergeben. Zu diesem Abschnitt gehörten zudem der Großteil der Werkstätten sowie ein Multifunktionsgebäude.

In der zweiten Bauphase liegt der Fokus nun auf Haftgebäude 2, das rund 6.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche schafft. Das Gebäude wird 368 Zellen umfassen – eine Mischung aus Einzel- und Gemeinschaftsunterkünften – sowie zwei barrierefreie Einheiten. Ergänzt wird der Ausbau durch eine große Freiluft-Sportanlage, wodurch die gesamte Nutzfläche auf über 6.500 Quadratmeter anwächst.

Gleichzeitig reagiert das Land auf den steigenden Bedarf an Hochsicherheitsplätzen. Justizminister Benjamin Limbach kündigte im Februar 2026 an, die Justizvollzugsanstalt Remscheid um 50 Plätze für die Sicherungsverwahrung zu erweitern. Bisher stehen in Nordrhein-Westfalen lediglich in der JVA Werl 140 solche Plätze für besonders gefährliche Straftäter zur Verfügung.

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Die fertige Anlage in Willich wird Maßstäbe für eine resozialisierungsorientierte Inhaftierung in Nordrhein-Westfalen setzen. Mit 768 Plätzen und modernen Einrichtungen soll sie die Wiedereingliederungschancen der Gefangenen verbessern. Die zusätzliche Erweiterung in Remscheid unterstreicht die Bemühungen des Landes, der wachsenden Zahl von Sicherungsverwahrten gerecht zu werden.

Quelle