02 April 2026, 10:04

Kölner Oberbürgermeister fordert inklusivere Oper für alle Bürgerinnen und Bürger

Gemälde namens "Köln" von KÜNSTLER, das eine Stadtlandschaft mit einer Kirche, Bäumen, Häusern, Hügeln und einem bewölkten Himmel zeigt.

Zukünftiger Bürgermeister: Oper muss jetzt etwas zurückgeben - Kölner Oberbürgermeister fordert inklusivere Oper für alle Bürgerinnen und Bürger

Torsten Burmester, Kölns neu gewählter Oberbürgermeister, hat das städtische Opernhaus aufgefordert, inklusiver zu werden. Er ist überzeugt, dass die Spielstätte allen Bürgerinnen und Bürgern dienen sollte – nicht nur einer ausgewählten Gruppe traditioneller Opernbesucher. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Oper Köln nach einer kostspieligen Sanierung im Jahr 2026 wiedereröffnet werden soll.

Burmester setzte sich am Sonntag in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt durch. Kurz darauf betonte er, wie wichtig es sei, dass die Oper ein breiteres Publikum anspricht. Sein Argument: Da die gesamte Stadt die Einrichtung finanziert habe, müsse sie nun auch allen Bürgerinnen und Bürgern etwas zurückgeben.

Der künftige Oberbürgermeister verwies auf die Hamburger Elbphilharmonie als Vorbild. Dort wurden Karten in städtischen Bibliotheken verkauft, was zu einer vielfältigeren Zuschauerschaft beitrug. Burmester machte deutlich, dass die Oper Köln sich nicht ausschließlich an die gebildete Mittelschicht richten dürfe. Stattdessen müsse sie Menschen aus allen sozialen Schichten einbeziehen.

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Direkte Vorwürfe wegen der Verzögerungen bei der Sanierung und der steigenden Kosten gab es gegen die Oper nicht. Dennoch wies Burmester darauf hin, dass die Institution künftig mit finanziellen Belastungen zu kämpfen haben werde. Bisher liegen keine Daten zur aktuellen Zusammensetzung des Publikums oder zu früheren Bemühungen vor, das Angebot attraktiver zu gestalten.

Die Oper Köln soll nach Jahren der Schließung im September 2026 wieder ihre Pforten öffnen. Burmesters Forderung nach mehr Inklusivität deutet darauf hin, dass sich die Art und Weise, wie das Haus mit der Öffentlichkeit in Kontakt tritt, ändern könnte. Die Vision des Oberbürgermeisters könnte in den kommenden Jahren maßgeblich prägen, wer die Aufführungen besucht.

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