Kplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren zur Rettung ihrer Krankenhäuser
Lara KellerKplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren zur Rettung ihrer Krankenhäuser
Die Kplus Gruppe hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Eigenverwaltungsverfahren zur Restrukturierung beantragt. Betroffen sind ihre Krankenhäuser sowie die Holdinggesellschaft, darunter die St.-Lukas-Klinik Solingen, das St.-Josef-Krankenhaus Hilden, das St.-Josef-Krankenhaus Haan und die Kplus Gruppe GmbH. Auch die Genesis GmbH, die für die zentrale Verpflegungsversorgung zuständig ist, ist in das Verfahren einbezogen.
Die Gruppe bleibt zwar zahlungsfähig, warnt jedoch vor einer möglichen Insolvenz noch in diesem Jahr, falls die Umstrukturierung scheitert. Die Geschäftsführung verbleibt beim aktuellen Vorstand, unterstützt durch die Insolvenzexperten Stefan Denkhaus und Friedemann Schade. Der Schutzschirm ermöglicht eine Überprüfung bestehender Verträge sowie Verhandlungen mit Gläubigern.
Die Mitarbeiter wurden über die Restrukturierung informiert. Ihre Gehälter und Löhne sind für drei Monate im Rahmen des Schutzschirmverfahrens durch die Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Derzeit wird ein detaillierter Plan erarbeitet, der auch Gespräche mit potenziellen Investoren umfasst.
Der Restrukturierungsplan sieht vor, medizinische Leistungen an den Standorten Haan und Hilden zu bündeln. Fachabteilungen der St.-Lukas-Klinik in Solingen sollen bis Anfang nächsten Jahres dorthin verlegt werden. Nicht von den Änderungen betroffen sind das St.-Remigius-Krankenhaus, Senioreneinrichtungen, ambulante Praxen, Therapiezentren und das Katholische Bildungszentrum Haan.
Ziel der Umstrukturierung ist es, die Zukunft der Gruppe durch Anpassungen in Betrieb und Verträgen zu sichern. Das Verfahren schafft Raum für Verhandlungen und mögliche Investitionen. Die Mitarbeitergehälter bleiben während der ersten Phase des Verfahrens geschützt.
