Mönchengladbachs neue Gesamtschule wächst – trotz Platzmangel und 130-Millionen-Investition
Sebastian HuberMönchengladbachs neue Gesamtschule wächst – trotz Platzmangel und 130-Millionen-Investition
Mönchengladbachs neueste Gesamtschule an der Breiten Straße nimmt Gestalt an – sowohl mit vorübergehenden als auch mit dauerhaften Lösungen. Für das Schuljahr 2026/27 sind bereits 142 Anmeldungen eingegangen, obwohl nur 108 Plätze zur Verfügung stehen. Den Wettbewerb um die Gestaltung des zukünftigen Campus hat das Münchner Architekturbüro Auer Weber gewonnen, dessen Entwurf ein auffälliges, mehrstöckiges Layout vorsieht.
Die Bauarbeiten für das Hauptgebäude beginnen 2027, die ersten Schülerinnen und Schüler werden voraussichtlich zum Schuljahr 2028/29 einziehen. Der finale Entwurf umfasst fünf eigenständige Bereiche, die durch eine zentrale "Schulstraße" als Verbindungsgang miteinander verknüpft sind. Ein viergeschossiger Mittelbau beherbergt Gemeinschaftsflächen, Kunstateliers und eine Freiluft-Kunstterrasse.
Noch in diesem Sommer eröffnet ein provisorisches Modulgebäude, das die Kapazität von 30 auf 34 Klassen erweitert. Später steigt die Zahl auf 36, bevor der Interimsbau zurückgebaut wird. Die zweite Phase der dauerhaften Bauarbeiten soll bis 2031 starten.
Die Gesamtkosten für die vorübergehenden und dauerhaften Einrichtungen belaufen sich auf geschätzte 130 Millionen Euro. Die neue Schule ist die siebte Gesamtschule Mönchengladbachs und spiegelt die hohe Nachfrage wider: Fast 44 Prozent der Eltern vor Ort bevorzugen nach der Grundschule diese Schulform.
Das Projekt wird schrittweise umgesetzt, wobei die Übergangsklassen die Zeit bis zur Fertigstellung des Hauptgebäudes überbrücken. Nach Abschluss bietet die Schule moderne Räumlichkeiten für eine wachsende Schülerschaft. Die Investition der Stadt steht im Einklang mit dem steigenden Elterninteresse an gemeinschaftlicher Schulbildung.






