Munster plant 200 Jahre Fernwärme aus alter ExxonMobil-Bohrung – doch es gibt juristische Hürden
Marie WolfMunster plant 200 Jahre Fernwärme aus alter ExxonMobil-Bohrung – doch es gibt juristische Hürden
Ein Tiefengeothermie-Projekt in Munster könnte die Stadt über 200 Jahre lang mit Fernwärme versorgen. Die von der Heide-Geo GmbH geleitete Initiative sieht die Umnutzung einer alten Erdgasbohrung vor, die zuvor von ExxonMobil betrieben wurde. Allerdings gibt es rechtliche Herausforderungen hinsichtlich der Nutzung des Geländes.
Die Heide-Geo GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Munster-Bispingen, plant, aus der Bohrung Südwest Z3 geothermische Energie zu gewinnen. Die Anlage wurde einst von ExxonMobil für die Erdgasförderung genutzt, und das Unternehmen bestätigte, dass es noch weitere Bohrungen mit geothermischem Potenzial betreibt.
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) unterstützt das Vorhaben und verweist auf dessen öffentlichen Nutzen als erneuerbare, CO₂-freie Energiequelle. Gemäß § 40 des Bundesberggesetzes kann das LBEG die Zustimmung der Grundstückseigentümer umgehen. Dennoch liegt mittlerweile eine Beschwerde gegen den Bescheid vom 26. Juli 2024 beim Verwaltungsgericht Lüneburg vor. Das LBEG gab keine weiteren Details zu den laufenden Rechtsstreitigkeiten bekannt.
Sobald die Genehmigung erteilt ist, wird die Heide-Geo GmbH als Bergbauunternehmen agieren und für bestimmte Arbeiten spezielle Betriebspläne vorlegen müssen. Derzeit prüft das LBEG den eingereichten Hauptbetriebsplan für das Geothermie-Projekt.
Ziel des Projekts ist die langfristige und nachhaltige Wärmeversorgung Münsters. Trotz der rechtlichen Hürden unterstreicht die Unterstützung des LBEG die Bedeutung des Vorhabens für die deutsche Energiewende. Bei Erfolg könnte das Geothermie-Kraftwerk über Jahrzehnte hinweg eine zentrale Energiequelle werden.






