10 May 2026, 00:08

Münster startet Kampagne: Autofahrer sollen bei Kinderspielbereichen bremsen

Eine Gruppe von Menschen hält ein "Kinder sicher"-Schild an einer Straßenkreuzung, mit einem Mann mit Megafon im Vordergrund und Gebäuden, Bäumen und Straßen-Elementen im Hintergrund.

Münster startet Kampagne: Autofahrer sollen bei Kinderspielbereichen bremsen

Neue Kampagne in Münster: Autofahrer sollen in Spielbereichen von Kindern langsamer fahren

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Die Initiative „Vorsicht! Kinder unterwegs“ von ANTENNE MÜNSTER und der Münsteraner Polizei ruft Autofahrer dazu auf, in der Nähe von Spielbereichen von Kindern das Tempo zu drosseln. Kostenlose Warntafeln in knalligem Rot und Blau sollen auf die Gefahren aufmerksam machen, denen junge Kinder im Straßenverkehr ausgesetzt sind.

Hintergrund der Aktion sind Studien, die zeigen, dass kleine Kinder Verkehrssituationen nur schwer einschätzen können. Kinder unter vier Jahren können demnach nicht unterscheiden, ob ein Auto fährt oder steht. Selbst mit sechs Jahren reagieren sie auf unerwartete Ereignisse – etwa einen Ball, der auf die Straße rollt – noch zu langsam. Erst mit etwa acht Jahren entwickeln Kinder ein besseres räumliches Bewusstsein, können Geräusche besser orten und die Fahrtrichtung von Fahrzeugen erkennen.

Die Schilder mit der Aufschrift „Vorsicht! Kinder unterwegs“ können kostenlos abgeholt werden – entweder im Studio von ANTENNE MÜNSTER oder in einer der fünf Münsteraner Polizeidienststellen. Allerdings dürfen sie nur auf Privatgrund platziert werden. Eine Anbringung an öffentlicher Infrastruktur wie Laternenpfählen oder Zäunen ist nicht erlaubt.

Schulen und Kitas, die die Schilder nutzen möchten, müssen sich zuvor mit dem zuständigen Ordnungsamt abstimmen. Das Ziel der Kampagne ist klar: Autofahrer sollen in Bereichen, in denen Kinder unterwegs sein könnten, langsamer fahren und besonders aufmerksam sein.

Die auffälligen Schilder dienen als sichtbare Mahnung für Kraftfahrer, in diesen Zonen besonders vorsichtig zu sein. Da junge Kinder Verkehrssituationen nur eingeschränkt beurteilen können, konzentriert sich die Aktion auf Bereiche, in denen sie besonders gefährdet sind. Durch die kostenlose Abgabe soll eine breite Beteiligung erreicht werden – die Regeln zur korrekten Platzierung bleiben jedoch verbindlich.

Quelle