Neue Radroute in Solingen: ADFC plant Fahrraddemo für bessere Verkehrsverbindungen
Sebastian HuberNeue Radroute in Solingen: ADFC plant Fahrraddemo für bessere Verkehrsverbindungen
Neue Radroute in Solingen soll Wohngebiete, Arbeitsplätze und wichtige Ziele besser verbinden
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat eine öffentliche Veranstaltung organisiert, um die Bedeutung der geplanten Strecke zu demonstrieren und Bedenken hinsichtlich ihrer Notwendigkeit auszuräumen.
Die vorgeschlagene Route folgt der Veloroute 2, führt von Ohligs über die Merscheider Straße und die Beethovenstraße ins Stadtzentrum und endet am Fronhof. Sie verbindet Wohnungen, Schulen, Kitas, Geschäfte und kulturelle Einrichtungen miteinander und bietet so eine direkte Lösung für das sogenannte „Last-Mile“-Problem*. Zwei alternative Streckenführungen wurden aufgrund steilerer Steigungen und schlechterer Anbindung an wichtige Ziele verworfen.
Das Design sieht einen zwei Meter breiten, markierten Radstreifen direkt auf der Fahrbahn vor, der Radfahrende für den Autoverkehr sichtbar hält, während Parken dort verboten wird. Ein Mobilitätshub mit sicheren Fahrradabstellplätzen, Lastenradverleih und Carsharing soll die Route ergänzen. Der zentrale Standort sei praktikabler als Alternativen wie Viehbachtal oder Lochbachtal, so die Planer. Das Vorhaben passt zu regionalen Zielen, den ÖPNV-Nutzung durch bessere vernetzte Mobilitätsangebote zu verdreifachen.
Um das Projekt bekannt zu machen, veranstaltet der ADFC am Samstag, 25. Februar 2023, ab 11 Uhr eine Fahrraddemo, die am Schützenplatz in Solingen-Ohligs startet. Die Polizei wird die Fahrt begleiten, die für alle Altersgruppen offen ist und im Tempo des langsamsten Teilnehmers stattfindet. Der Verband möchte damit zeigen, welchen Wert die Route für ein sichereres, vernetztes Verkehrsnetz hat.
Die zentrale Streckenführung biete nicht nur bessere Anbindungen, sondern unterstütze auch die regionalen Bestrebungen nach nachhaltiger Mobilität, heißt es. Die Veranstaltung soll beweisen, dass der Radweg dazu beiträgt, Gefahren zu verringern und die Alltagsmobilität zu verbessern. Wird das Projekt umgesetzt, würden Route und Mobilitätshub die Verbindung zwischen Radverkehr, öffentlichem Nahverkehr und täglichen Erledigungen deutlich stärken.
