Neues EU-Datenschutzsiegel soll DSGVO-Konformität für Unternehmen vereinfachen
Lara KellerNeues EU-Datenschutzsiegel soll DSGVO-Konformität für Unternehmen vereinfachen
Ein neues Zertifizierungssystem soll Unternehmen dabei helfen, ihre Einhaltung der EU-Datenschutzgesetze nachzuweisen. Das Europäische Datenschutzsiegel (EuroPriSe) ermöglicht es Betrieben, zu belegen, dass ihre Datenverarbeitung den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entspricht. Dies ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit an einem verlässlichen Rahmen für Zertifizierungen nach der Verordnung.
Schon vor Inkrafttreten der DSGVO gab es Datenschutzzertifikate, doch nicht alle wurden als vollständiger Nachweis der Einhaltung der strengeren EU-Vorgaben anerkannt. Der Bedarf an einem einheitlichen Ansatz trieb die Weiterentwicklung in diesem Bereich voran.
2022 wurde ein wichtiger Schritt erreicht, als der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) EU-weite Kriterien für die Zertifizierung von Datenverarbeitern genehmigte. Dies ebnete den Weg für das Europäische Datenschutzsiegel, das nun offiziell im Register der Zertifizierungsmechanismen des Europäischen Datenschutzbeauftragten (EDSB) geführt wird.
Das Zertifizierungsverfahren umfasst eine Prüfung durch unabhängige Experten, die die Datenverarbeitungspraktiken eines Unternehmens bewerten. Sie überprüfen, ob die Abläufe den rechtlichen Vorgaben der DSGVO entsprechen. Nach erfolgreicher Prüfung bestätigt das Siegel die Konformität – allerdings nur für die Datenverarbeitung innerhalb der EU. Transfers in Länder außerhalb des Blocks sind davon nicht abgedeckt.
Das Europäische Datenschutzsiegel bietet Unternehmen eine klarere Möglichkeit, ihre DSGVO-Konformität nachzuweisen. Mit dieser Zertifizierung können sie Kunden und Aufsichtsbehörden von ihren Datenschutzstandards überzeugen. Für Unternehmen, die internationale Datentransfers durchführen, bleiben jedoch zusätzliche Schutzmaßnahmen notwendig, um die Einhaltung der Vorschriften zu belegen.






