NGG warnt Gastronomie vor Überlastung während der Fußball-WM 2024
NGG-Gewerkschaft in Krefeld-Neuss warnt Gastronomie vor WM-Überlastung
Vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Krefeld-Neuss Arbeitgeber in der Gastronomiebranche gewarnt. Restaurants und Bars sollten ihre Mitarbeiter nicht mit übermäßigen Überstunden während des Turniers belasten, fordert die NGG. Gleichzeitig verlangt sie faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Sektor.
Die NGG setzt sich für eine Lohnerhöhung von sechs Prozent für alle Gastronomiebeschäftigten im Rhein-Kreis Neuss ein. Damit würden ausgebildete Köche und Servicekräfte in Vollzeit mindestens 164 Euro mehr im Monat verdienen. Die Gewerkschaft betont, dass eine angemessene Bezahlung entscheidend sei, um die Motivation der Mitarbeiter zu erhalten.
Eine Woche nach dem WM-Auftaktmatch beginnen die Tarifverhandlungen für die nordrhein-westfälische Gastronomie. Verhandlungspartner der NGG ist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA). Die Arbeitgeber warnt die Gewerkschaft zudem davor, ihre Teams mit endlosen Zusatzschichten zu überlasten – dies könnte die Belegschaften demotivieren.
Betriebe müssten bei der Schichtplanung während der WM auch die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen, etwa von Servicekräften mit Kindern oder Köchen, die Angehörige pflegen. Jede geleistete Extra-Stunde müsse bezahlt werden, fordert die NGG. Zudem empfiehlt sie, in Stoßzeiten zusätzliche Kräfte einzustellen, um eine „Überstunden-WM“ zu vermeiden.
Ohne motivierte Teams werde die Gastronomie während der Weltmeisterschaft Schwierigkeiten bekommen, warnt die NGG. Arbeitgeber sollten Überlastung vermeiden, um langfristige Schäden für die Mitarbeiterzufriedenheit zu verhindern. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen faire Löhne und zumutbare Arbeitszeiten für alle Beschäftigten in der Branche.






