Niederländische Delegation sucht in Solingen Lösungen für Integration ukrainischer Geflüchteter
Sebastian HuberNiederländische Delegation sucht in Solingen Lösungen für Integration ukrainischer Geflüchteter
Eine niederländische Delegation besuchte kürzlich das Jobcenter in Solingen, um Möglichkeiten zur Integration ukrainischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt zu erkunden. Zu der Gruppe gehörten Vertreter niederländischer Ministerien sowie des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales von Nordrhein-Westfalen. Bei dem Treffen tauschten sie sich mit lokalen Verantwortlichen aus, um Erfahrungen zu teilen und gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren.
Solingen hat seit Beginn der Krise über 1.750 ukrainische Geflüchtete aufgenommen, von denen noch knapp 1.400 in der Stadt leben. Aktuell beziehen 1.240 von ihnen Bürgergeld über das örtliche Jobcenter. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 37 Prozent der Geflüchteten langfristig in Deutschland bleiben möchten, während 34 Prozent nur bis zum Ende des Krieges hierbleiben wollen.
Während des Besuchs stellte Jan Welzel, Leiter des Fachbereichs Soziales und Recht der Stadt Solingen, die Situation der Stadt auf Niederländisch vor. Thematisiert wurden zentrale Fragen wie Sprachkurse, Zugang zur Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, schulische Integration und Arbeitsmarktchancen. Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen kristallisierte sich dabei als wiederkehrendes Hindernis für beide Länder heraus.
Derzeit nehmen 394 ukrainische Geflüchtete in Solingen an Deutschkursen teil. Die Finanzierung bleibt jedoch ein großes Problem, da Städte wie Solingen den Großteil der Kosten für Unterbringung und Integrationsmaßnahmen tragen müssen.
Das Treffen zeigte, dass beide Länder vor ähnlichen Schwierigkeiten bei der Eingliederung ukrainischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt stehen – etwa bei der Anerkennung von Abschlüssen oder finanziellen Engpässen. Ziel des Austauschs war es, die Zusammenarbeit zu verbessern und praktikable Lösungen für die Zukunft zu finden.






