NRW 2025: Rechtsextreme Straftaten erreichen traurigen Rekordwert seit 20 Jahren
Sebastian HuberNRW 2025: Rechtsextreme Straftaten erreichen traurigen Rekordwert seit 20 Jahren
Nordrhein-Westfalen verzeichnet 2025 drastischen Anstieg rechtsextremer Straftaten
Nach neuen Zahlen hat Nordrhein-Westfalen (NRW) im Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg rechtsextremer Straftaten erlebt – die höchste Zahl seit mehr als zwei Jahrzehnten. Politiker haben sich inzwischen besorgt über den wachsenden Trend geäußert, insbesondere in Städten wie Mönchengladbach.
Offizielle Daten zeigen, dass die rechtsextremen Straftaten in NRW von 5.641 im Jahr 2024 auf 6.268 im Jahr 2025 stiegen – ein Anstieg um 11 Prozent. Gewalttätige Vorfälle nahmen im gleichen Zeitraum sogar um 24 Prozent zu. Im Schnitt werden täglich 17 rechtsextreme Straftaten im gesamten Bundesland registriert.
In Mönchengladbach wurden 2025 insgesamt 139 politisch motivierte rechtsextreme Delikte verzeichnet – fast doppelt so viele wie die 78 Fälle im Vorjahr. Die Stadt gehört damit zu den zehn Kommunen in NRW mit den meisten derartigen Vorfällen. Die grüne Landtagsabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel verurteilte den Anstieg scharf und forderte entschlossenes Handeln.
Auch andere Hasskriminalitätsdelikte nahmen zu: Antisemitische Straftaten stiegen um 13 Prozent, während sich die Vorfälle gegen Roma um 47 Prozent erhöhten. Straftaten aufgrund der sexuellen Orientierung nahmen um 27 Prozent zu – ein besorgniserregender Trend in mehreren Kategorien.
Die Zahlen für 2025 markieren den höchsten Stand rechtsextremer Straftaten in NRW seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2001. Die Behörden stehen nun unter Druck, das wachsende Problem anzugehen, insbesondere in besonders betroffenen Gebieten. Die Daten spiegeln einen generellen Anstieg von Hasskriminalität im gesamten Bundesland wider.






