20 June 2026, 16:02

NRW startet 150-Millionen-Offensive gegen Armut in Städten und Kreisen

Stärkung des Pakts gegen Armut: Stadt Solingen kann jetzt insgesamt über 1,4 Millionen Euro abrufen

NRW startet 150-Millionen-Offensive gegen Armut in Städten und Kreisen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die Initiative „Stärkungspakt NRW – Gemeinsam gegen Armut“ ins Leben gerufen, um soziale Not zu bekämpfen. Das Programm, das auf der Armutskonferenz im Dezember 2022 vorgestellt wurde, stellt rund 150 Millionen Euro bereit, um benachteiligte Bürgerinnen und Bürger sowie lokale soziale Einrichtungen zu unterstützen.

Knapp einen Monat nach der Ankündigung wurden Fördermittel an 396 Städte und Gemeinden sowie 31 Kreise bewilligt. Die Höhe der Zuwendungen richtet sich nach der Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherungsleistungen. Unabhängige Städte erhalten 79 Euro pro Berechtigtem, kreisangehörige Städte und Gemeinden 63 Euro und Kreise 16 Euro pro Person.

Solingen, mit einer Einwohnerzahl von 158.957 (Stand Dezember 2021), weist eine Mindestsicherungsquote von 11,3 % auf. Das bedeutet, dass 17.962 Einwohner auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind – für die Stadt ergibt sich daraus eine Gesamtfördersumme von 1.419.009,14 Euro.

Die Mittel können flexibel für verschiedene förderfähige Ausgaben eingesetzt werden, darunter Betriebskosten sozialer Einrichtungen, Programme und Maßnahmen, kommunale Notfallfonds, Honorare für Fachkräfte und Ehrenamtliche sowie Informationsmaterialien. Sämtliche Ausgaben müssen in den Zuständigkeitsbereich der lokalen Behörden fallen.

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Die Initiative bietet den Kommunen direkte finanzielle Unterstützung im Kampf gegen Armut. Städte wie Solingen können nun Ressourcen gezielt einsetzen, um die soziale Infrastruktur zu stärken und Bedürftige zu unterstützen. Die Ausgestaltung des Programms stellt sicher, dass die Mittel bedarfsgerecht verteilt werden.

Quelle