NRW testet Justiz und Polizei im Krisenmodus – und besteht die Bewährungsprobe
Sebastian HuberNRW testet Justiz und Polizei im Krisenmodus – und besteht die Bewährungsprobe
Großangelegte Krisenübung testet Rechts- und Polizeisystem in Nordrhein-Westfalen unter Extrembedingungen
Am 9. Juli 2025 wurde in einer groß angelegten Notfallübung die Funktionsfähigkeit des Justiz- und Polizeiapparats in Nordrhein-Westfalen unter Krisenbedingungen geprüft. Im Mittelpunkt der Simulation stand die Aufrechterhaltung der Abläufe während eines flächendeckenden Stromausfalls. Wie offizielle Stellen bestätigten, verlief der unter dem Namen "Modell 47" durchgeführte Test reibungslos und erreichte seine Ziele.
An der Übung beteiligten sich führende Vertreter aus Justiz und Strafverfolgung. So nahm die Staatssekretärin Dr. Daniela Brückner aus dem NRW-Justizministerium teil, ebenso wie Vertreter des Innenministeriums. Zudem war der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Tino Seesko von der Generalstaatsanwaltschaft Hamm in die Simulation eingebunden.
Die Polizei übernahm eine zentrale Rolle in der Übung. Polizeidirektor Thomas Vogt von der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis stimmte sich mit Polizeipräsident Olaf Wicher vom Oberlandesgericht Hamm ab. Auch Polizeihauptkommissar Michael Padberg von der Polizeiwache Brilon gehörte zu den eingesetzten Kräften.
Während des Tests blieben die Kommunikationswege zwischen den Land- und Amtsgerichten, der Staatsanwaltschaft und den Polizeibehörden durchgehend aktiv. Trotz des simulierten Blackouts konnte ein Tatverdächtiger festgenommen, einem Haftrichter vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt überstellt werden. Die Übung bewies, dass essenzielle rechtliche und polizeiliche Abläufe selbst unter extremen Bedingungen aufrechterhalten werden können.
Der erfolgreiche Abschluss von "Modell 47" bestätigte, dass Justiz und Polizei in Nordrhein-Westfalen auch in einer schweren Krise handlungsfähig bleiben. Alle beteiligten Behörden hielten die Abstimmung aufrecht und führten kritische Verfahren ohne Unterbrechung durch. Die Ergebnisse werden nun ausgewertet, um künftige Notfallreaktionen weiter zu verbessern.






