NRW und Bahn starten milliardenschwere Schienenoffensive gegen Verspätungen und Ausfälle
Marie WolfNRW und Bahn starten milliardenschwere Schienenoffensive gegen Verspätungen und Ausfälle
Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Bahn haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um das marode Schienennetz des Landes zu modernisieren. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die weit verbreiteten Verspätungen, Zugausfälle und veraltete Infrastruktur zu bekämpfen, die den Bahnverkehr in den letzten Jahren stark beeinträchtigt haben. Beide Seiten haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt – darunter moderne Bahnhöfe und eine direkte Verbindung von Köln nach London.
Im vergangenen Jahr erreichte die Pünktlichkeit der Bahn in NRW einen Tiefpunkt: Jeder vierte Zug hatte Verspätung, jeder sechste fiel komplett aus. Überlastete Strecken, Personalmangel und marode Gleise wurden für die Störungen verantwortlich gemacht, insbesondere in stark frequentierten Ballungsräumen.
Um diese Probleme zu lösen, werden Bahn und Land in den kommenden Jahren vor allem die Sanierung zentraler Strecken vorantreiben. Geplant sind Großprojekte auf den Achsen Hagen–Unna–Hamm, Köln–Bonn–Koblenz und Aachen–Köln. Bereits im Februar beginnen die Bauarbeiten auf der Strecke Köln–Wuppertal–Hagen – der Auftakt für eine umfassende Modernisierungsoffensive.
Die Kooperationsvereinbarung sieht zudem den Bau eines modernen Bahnhofs sowie eine direkte internationale Verbindung zwischen Köln und London vor. Beide Maßnahmen sollen die Zuverlässigkeit und Kapazität des Schienennetzes in NRW deutlich verbessern.
Die neue Partnerschaft markiert den Beginn einer langfristigen Strategie zur grundlegenden Erneuerung der Bahninfrastruktur in NRW. Durch umfangreiche Sanierungen und eine bessere Abstimmung sollen Verspätungen reduziert und der Service für Fahrgäste spürbar verbessert werden. Die Arbeiten an der ersten großen Strecke starten Anfang nächsten Jahres, weitere Projekte folgen in den kommenden Jahren.






