Phoenix Engineering zahlt keine Löhne – Mitarbeiter droht Wohnungsverlust
Emil SchmittPhoenix Engineering zahlt keine Löhne – Mitarbeiter droht Wohnungsverlust
Beschäftigte von Phoenix Engineering werfen dem Unternehmen vor, Löhne und Mieten nicht gezahlt zu haben – viele droht nun die Räumung ihrer Wohnungen. Das Unternehmen, das im Rhein-Lahn-Kreis mit der Verlegung von Glasfaserkabeln beauftragt war, hat inzwischen wegen finanzieller Schwierigkeiten Insolvenz angemeldet. Die Mitarbeiter suchen nun rechtliche Hilfe, um ausstehende Löhne einzufordern und den Verlust ihrer Wohnungen abzuwenden.
Die Probleme begannen, als Phoenix Engineering einen Auftrag des Glasfaseranbieters Our Green Fiber (OGF) für den Ausbau des Netzes annahm. Rund 30 rumänische Arbeiter sowie mehrere Griechen wurden mit der Zusage eingestellt, einen Bruttostundenlohn von 14 Euro zu erhalten. Doch die Zahlungen blieben wochenlang aus, sodass den Beschäftigten Tausende Euro fehlen.
Auch Vermieter griffen ein, nachdem das Unternehmen die Mieten für die Mitarbeiterwohnungen nicht mehr überweisen konnte. In Vallendar wurden Mieter ohne Vorwarnung aus ihren Wohnungen gewiesen, was ihre finanzielle Not noch verschärfte. Die Lage spitzte sich weiter zu, als Phoenix Engineering mit Liquiditätsengpässen kämpfte. Als Gründe für die Insolvenz nannte das Unternehmen steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen.
OGF bestätigte, dass Phoenix Engineering Zahlungen an Subunternehmer und Dienstleister nicht geleistet habe. Unterdessen ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln bereits wegen einer Strafanzeige gegen ein anderes Unternehmen der Glasfaserbranche. Als Reaktion auf die Krise hat ein Insolvenzverwalter nun sichergestellt, dass die betroffenen Mitarbeiter über Insolvenzgeld bis Oktober 2025 ihren Lohn erhalten.
Die Arbeiter, die sich scheuen, auf deutsche Sozialhilfe angewiesen zu sein, haben sich an Abgeordnete der Linken in Koblenz gewandt, um rechtliche Unterstützung zu erhalten.
Die Insolvenz von Phoenix Engineering hat die Beschäftigten ohne Lohn und in Wohnungsnot zurückgelassen. Zwar deckt das Insolvenzgeld die ausstehenden Gehälter bis Ende 2025 ab, doch die Arbeiter kämpfen weiterhin um eine Lösung ihrer akuten finanziellen und Wohnungsprobleme. Der Fall wirft zudem ein Schlaglicht auf grundlegende Zahlungsschwierigkeiten in der Glasfaserinstallationsbranche.






