"POLDI" zeigt Podolskis Leben jenseits des Fußball-Ruhms
Ein neuer Dokumentarfilm mit dem Titel POLDI bietet einen seltenen Einblick in das Leben von Lukas Podolski, dem ehemaligen Nationalspieler Deutschlands. Anders als typische Sportfilme verzichtet dieser auf die übliche Lobhudelei und konzentriert sich stattdessen auf seine persönlichen Kämpfe, familiären Bindungen und die Herausforderungen, im Fußball älter zu werden. Mit ehrlicher und humorvoller Regie zeichnet der Film das Porträt eines Mannes, der nach dem Motto „Et kütt, wie et kütt“ lebt – „Es wird schon irgendwie werden.“
Der Film verfolgt Podolskis Weg von bescheidenen Verhältnissen bis hin zu einem der bekanntesten Fußballer Deutschlands. In frühen Szenen erinnern sich seine Eltern an seinen Aufstieg, darunter der Moment, als sein Vater sah, wie sein Sohn – damals ein junger Profi – einen Audi vor dem Elternhaus parkte. Seine Mutter brät ihm sogar ein Schnitzel in Margarine – eine kleine, aber aussagekräftige Geste, die seine bodenständigen Wurzeln unterstreicht.
Statt seine Karriere zu verherrlichen, erkundet POLDI die verschiedenen Rollen, die Podolski vereint: Sohn, Bruder, Ehemann, Vater, Unternehmer und ein Sportler, der sich dem Ende seiner aktiven Zeit stellt. Der Dokumentarfilm streift auch seine ehelichen Schwierigkeiten – ein Aspekt seines Lebens, der selten in der Öffentlichkeit zu sehen ist. Zudem zeigt er seinen Kampf mit dem Gedanken an den Rücktritt, ein Thema, das ihn trotz aller Erfolge belastet.
Fußball bleibt der Mittelpunkt von Podolskis Welt, mit Vorrang vor Familie und Geschäft. Doch der Film macht keinen Helden aus ihm. Stattdessen bleibt er locker und authentisch und bietet einen unterhaltsamen, aber geerdeten Blick auf einen Mann, der sein Leben im Rampenlicht verbracht hat.
Der Dokumentarfilm POLDI besticht durch seinen offenen Umgang mit dem Thema, der Humor und Ehrlichkeit verbindet. Er scheut sich nicht, Podolskis Schwächen oder die Drucksituationen zu zeigen, mit denen er am Ende seiner Fußballkarriere konfrontiert ist. Für Fans wie Neulinge bietet der Film eine frische Perspektive auf einen Spieler, der sein Leben stets mit der Überzeugung gelebt hat, dass sich am Ende alles irgendwie fügen wird.






