05 June 2026, 14:33

Revolutionäres Bauprojekt ZEROES bindet CO₂ in Steinen und Beton dauerhaft

CO2-Emissionen reduzieren mit klimapositiven Baustoffen

Revolutionäres Bauprojekt ZEROES bindet CO₂ in Steinen und Beton dauerhaft

Neues Forschungsprojekt will CO₂-Emissionen im Baugewerbe durch revolutionäre Herstellung mineralischer Baustoffe senken

Unter dem Namen ZEROES hat am 3. Juli 2024 am Standort des Fraunhofer-Instituts UMSICHT in Oberhausen ein ehrgeiziges Vorhaben seinen Startschuss erhalten. Das Projekt erforscht Wege, um Baureststoffe wiederzuverwerten und Kohlenstoffdioxid direkt in Baustoffen wie Kalksandsteinen und Beton zu binden – ein Ansatz, der die Emissionen in der Bauindustrie deutlich verringern könnte.

Die Baubranche verbraucht jährlich enorme Mengen an Rohstoffen. Weltweit fließen rund 40 Milliarden Tonnen Sand und Kies in die Herstellung mineralischer Baustoffe, wobei Zement nach wie vor der vorherrschende Bindemittel ist. Doch die Produktion dieser Materialien setzt beträchtliche Mengen CO₂ frei – ein Grund, warum dringend nachhaltigere Alternativen gesucht werden.

ZEROES erprobt zwei zentrale Innovationen: Zum einen sollen sämtliche mineralischen Bestandteile aus recycelten Baureststoffen statt aus neu abgebauten Rohstoffen gewonnen werden. Zum anderen wird das Projekt CO₂ direkt in die Herstellung von Kalksandsteinen einbinden, sodass das Gas dauerhaft im Endprodukt gebunden bleibt. Zudem könnten Carbonate herkömmliche Bindemittel oder Füllstoffe in Beton und Steinen ersetzen.

Unter der Leitung des Fraunhofer UMSICHT arbeiten die Partner Betonwerk Büscher und Rohstoffbauwerke an der Entwicklung dieser emissionsarmen Technologien. Projektleiter Dr. Michael Prokein koordiniert die Bemühungen, ein Kreislaufsystem zu schaffen, in dem Abfall zum Rohstoff wird und CO₂ genutzt statt freigesetzt wird.

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Gelingt das Vorhaben, könnte ZEROES die Emissionen bei der energieintensiven Herstellung von Baustoffen spürbar reduzieren. Der Fokus auf Recycling und Kohlenstoffbindung zeigt einen praktikablen Weg zu einer nachhaltigeren Bauweise auf. Die Ergebnisse könnten künftige Standards für die Produktion von Steinen, Beton und anderen Materialien prägen.

Quelle