28 March 2026, 02:03

Roboter-Küchenhersteller kämpft trotz Militärdeals mit Aktiencrash und Verlusten

Eine detaillierte industrielle Zeichnung eines Fabrikinneren mit Maschinen, Rohren, einem Wagen, Möbeln, einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana", Fenstern und Deckenleuchten.

Roboter-Küchenhersteller kämpft trotz Militärdeals mit Aktiencrash und Verlusten

Ein Hersteller von Roboterküchen setzt trotz finanzieller Herausforderungen alles daran, seinen Markt auszubauen. Das Unternehmen, das KI-gestützte Kochsysteme produziert, hat Militärverträge an Land gezogen und neue Finanzierungsinitiativen gestartet. Dennoch ist der Aktienkurs in diesem Jahr stark eingebrochen.

Die Firma testet ihre autonome Kochtechnologie bereits mit der Bundeswehr. Zudem besteht ein Lieferabkommen mit den Streitkräften der Ukraine. Diese Verträge tragen zu einem theoretischen Auftragsbestand im Wert von 1,6 Milliarden Euro bei.

Dank einer Partnerschaft mit dem Auftragsfertiger Celestica ist die Produktionskapazität für vierstellige Stückzahlen gegeben. Bis zu 6.000 CA-1-Roboter können jährlich hergestellt werden. Allerdings lagen bis März 2026 keine genauen Zahlen zu Verkäufen oder Auslieferungen vor. Parallel laufen Pilotprojekte mit REWE und Mercedes-Benz, während gleichzeitig die Auslieferungen beschleunigt werden sollen.

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Um Investoren zu gewinnen, hat das Unternehmen ein Programm für American Depositary Receipts (ADR) für den US-Handel aufgelegt. Zudem wurden über eine Mini-Anleihe rund 1,67 Millionen Euro eingesammelt, um die Produktion neuer Roboter zu finanzieren. Eine Leasing-Partnerschaft mit MMV Leasing ermöglicht es Gastronomiebetrieben nun, den CA-1-Roboter zu mieten, statt ihn direkt zu kaufen.

Die finanziellen Prognosen zeigen ein gemischtes Bild: Für 2026 wird ein Umsatz zwischen 44 und 55 Millionen Euro erwartet. Gleichzeitig wird für 2025 ein operativer Verlust von 15 Millionen Euro prognostiziert. Der Aktienkurs des Unternehmens ist seit Januar um über 53 Prozent gefallen.

Auf einem anstehenden Investorentag in München sollen Pläne vorgestellt werden, wie aus unverbindlichen Vorbestellungen feste Verträge werden können.

Trotz des deutlichen Kursrückgangs setzt das Unternehmen weiter auf Militärverträge, die Skalierung der Produktion und die Ansprache von Investoren. Der Fokus liegt darauf, Vorbestellungen in verbindliche Aufträge umzuwandeln und die Marktpräsenz auszubauen. Auf der nächsten Investorenveranstaltung werden weitere Details zur kommerziellen Strategie bekannt gegeben.

Quelle