12 March 2026, 22:03

Sanimed kehrt nach Jahren der Verluste in die Gewinnzone zurück

Ein großes Lagerinnere mit zahlreichen Fenstern, Säulen, einer beleuchteten Decke mit Klimaanlagen und verschiedenen Gegenständen, verfügbar zur Miete.

Sanimed kehrt nach Jahren der Verluste in die Gewinnzone zurück

Sanimed, führender Distributor für Reha- und Medizintechnik, kehrt in die Gewinnzone zurück

Nach Jahren der Verluste hat das Unternehmen Sanimed im Jahr 2025 einen ausgeglichenen Haushalt erreicht. Dies folgt auf einen umfassenden Umstrukturierungsprozess, der durch eine "existenzbedrohende Krise" im vorherigen Geschäftsjahr ausgelöst worden war.

Das 1983 gegründete Unternehmen ist spezialisiert auf Heimversorgungsprodukte, darunter Wundversorgungsmaterial, Mobilitätshilfen und enterale Ernährung. Sanimed wechselte mehrfach den Besitzer: 2001 übernahm die Hartmann Gruppe das Unternehmen, 2020 folgte Palero, bevor es seit 2021 zur Löwenstein Gruppe gehört.

Unter der Führung der Löwenstein Gruppe baute Sanimed seine Präsenz auf dem europäischen Markt aus. Der Umsatz stieg von 45 Millionen Euro auf über 70 Millionen Euro bis 2025 – und überflügelte damit Konkurrenten wie Ottobock und Medi. Durch eine breitere Distribution und Produkt-Synergien steigerte das Unternehmen seinen Marktanteil in Deutschland um 12 Prozent.

Bis 2026 entsteht in Ibbenbüren ein neuer, 16.000 Quadratmeter großer "Zukunftscampus". Das Gelände vereint Büroflächen, ein Logistikzentrum und ein Flagship-Store. Ziel des Projekts ist es, die Effizienz durch die Zentralisierung der Verwaltung und die Nutzung gruppenweiter Synergien zu steigern.

Die Restrukturierung hat die finanzielle Lage von Sanimed stabilisiert und den Weg für weiteres Wachstum geebnet. Mit dem neuen Campus will das Unternehmen die Logistik optimieren und seine Position auf dem europäischen Heimversorgungsmarkt stärken. Der ausgeglichene Haushalt markiert einen wichtigen Meilenstein nach Jahren der Defizite.

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