Silvester-Albtraum: Wenn Böller Hunde in Panik versetzen und Urlauber enttäuschen
Marie WolfSilvester-Albtraum: Wenn Böller Hunde in Panik versetzen und Urlauber enttäuschen
Eine Petition, die ein generelles Verbot von Feuerwerk fordert, hat bereits über 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt. Unterstützt wird die Kampagne von Rita und Wilhelm Zachraj, einem Rentnerpaar aus Dorsten, das jedes Jahr an Silvester unter dem Lärm leidet. Ihr Hund Odin, ein aus Ungarn geretteter Vierbeiner, gerät in tiefe Panik, sobald Raketen den Himmel erleuchten.
Die Zachrajs hatten sich entschieden, die Feiertage in Schneverdingen in der Lüneburger Heide zu verbringen – in der Hoffnung auf eine ruhige Auszeit gemeinsam mit einer anderen Hundehalterin. Die Region gilt als Rückzugsort für Menschen, die dem Feuerwerkslärm entfliehen wollen. Doch in diesem Jahr waren die Böller lauter und anhaltender als erwartet. Schon ab 11 Uhr morgens umgaben Knallgeräusche ihr Ferienhaus am Igelweg – und hielten bis zum nächsten Morgen an.
Rita Zachraj fühlt sich von Tourismuswerbung getäuscht, die die Heide als idyllisches Silvesterziel für Tierbesitzer bewirbt. Die Enttäuschung des Paares spiegelt eine breitere Stimmung in der Region wider. Eine aktuelle, nicht repräsentative Online-Umfrage im Heidekreis ergab, dass rund 65 Prozent der Befragten ein Feuerwerksverbot befürworten – trotz der wirtschaftlichen Folgen solcher Einschränkungen.
Die Erfahrungen der Zachrajs unterstreichen den wachsenden öffentlichen Druck für einen Wandel. Mit der hohen Zahl an Unterschriften hat die Petition nun erhebliches Gewicht. Lokale Medien wie die Böhme-Zeitung berichten weiterhin über die Debatte; für weitere Details steht der Investigativjournalist André Ricci zur Verfügung.






