25 May 2026, 08:04

Solingen diskutiert Katastrophenschutz: Warnsysteme und Eigenverantwortung im Fokus

FDP leitet spannende Diskussion über lokale Katastrophenschutz

Solingen diskutiert Katastrophenschutz: Warnsysteme und Eigenverantwortung im Fokus

Podiumsdiskussion zur Katastrophenvorsorge in Solingen: Forderungen nach besseren Warnsystemen und mehr Engagement

Am Dienstagabend fand in Solingen eine Podiumsdiskussion zum Thema Katastrophenvorsorge statt. Die von der FDP organisierte und von Thorsten Kabitz moderierte Veranstaltung brachte lokale Verantwortungsträger und Fachleute zusammen, um über die Lehren aus den Hochwasserkatastrophen von 2021 zu sprechen. Anwohner äußerten zudem Bedenken hinsichtlich der Waldbrandgefahr in den bewaldeten Gebieten der Stadt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Dr. Ottmar Müller eröffnete die Diskussion mit einer kritischen Bestandsaufnahme: Die Reaktion Solingens auf die Flutkatastrophe 2021 habe Schwächen offenbart. Er forderte eine stärkere Einbindung von Freiwilligen, insbesondere junger Menschen, um künftige Einsätze zu verbessern.

Dr. Werner Pfeil kritisierte die zögerliche Alarmierung durch das Land während der Flut und betonte, dass Anwohner früher hätten gewarnt werden müssen. Er plädierte für klarere Strategien und mehr finanzielle Mittel in Nordrhein-Westfalen, um ähnliche Versäumnisse zu vermeiden.

Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung in Solingen, versicherte dem Publikum, dass die Stadt auf Notfälle gut vorbereitet sei. Gleichzeitig forderte er Land und Bund auf, die finanzielle Unterstützung zu erhöhen. Zudem mahnte er die Eigenverantwortung der Bürger an: „Die Menschen müssen ihre Häuser selbst sichern und können sich nicht allein auf die Behörden verlassen.“

Besonders besorgt zeigten sich die Teilnehmer angesichts der Waldbrandgefahr in den ausgedehnten Waldflächen Solingens. Die von Ute Klein koordinierte Veranstaltung endete mit Appellen an eine bessere Abstimmung zwischen kommunaler, Landes- und Bundesebene.

Die Diskussion machte deutlich, dass es bei der Katastrophenbewältigung und -finanzierung noch erhebliche Lücken gibt. Die Verantwortlichen betonten die Notwendigkeit verbesserter Warnsysteme, eines stärkeren ehrenamtlichen Engagements und einer höheren Bereitschaft in der Bevölkerung. Die Stadt steht nun unter Druck, diese Probleme anzugehen – bevor die nächste Krise eintritt.

Quelle