Solingen diskutiert über wirtschaftliche Risiken des neuen Gebäudeenergiegesetzes
Lara KellerSolingen diskutiert über wirtschaftliche Risiken des neuen Gebäudeenergiegesetzes
Solinger Diskussion zur wirtschaftlichen Auswirkung des neuen Gebäudeenergiegesetzes
Eine aktuelle Diskussion in Solingen drehte sich um die wirtschaftlichen Folgen des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die vom MIT der CDU organisierte Veranstaltung im Forum der Stadt-Sparkasse in Ohligs brachte lokale Verantwortungsträger und Branchenexperten zusammen, um über die Heizungsvorgaben und deren finanzielle Konsequenzen zu sprechen.
Nordrhein-Westfalens Ministerin für Heimat, Bau und Digitalisierung, Ina Scharrenbach, ließ sich durch ihren Staatssekretär Daniel Sieveke vertreten. Dieser betonte zwar die Dringlichkeit des Klimaschutzes, warnte jedoch vor überstürzten, schlecht durchdachten Regelungen. Sieveke verwies darauf, dass das Gesetz fast alle Bürger betreffe, da es Änderungen an Heizsystemen vorschreibt. Zudem könne es die Altersvorsorge von Eigentümern gefährden, die in neue Anlagen investieren müssten.
Henner Pasch, Geschäftsführer der fourtexx GmbH und Präsident der örtlichen IHK, forderte mehr Digitalisierung, um Heizkosten zu senken. Er kritisierte überbordende Bürokratie und den Fachkräftemangel als zentrale Hindernisse. Frederik Schacht von den Stadtwerken Solingen stellte die Fortschritte der Stadt bei der Wärmeplanung vor und bezeichnete den Netzausbau als vordringliche Aufgabe.
Dr. Werner Fliescher, Vorstandsmitglied von Haus & Grund Düsseldorf, nannte das Gesetz „alles andere als verbraucherfreundlich“ und bemängelte die Förderrichtlinien. Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende des CDU-MIT in Solingen, schloss die Debatte mit der Feststellung, dass das Gesetz mehr Fragen aufwerfe als Antworten gebe und weiter intensiv begleitet werden müsse.
Die Diskussion zeigte, dass das neue Gebäudeenergiegesetz auf breite Skepsis stößt. Zwar herrschte Einigkeit über die Notwendigkeit des Klimaschutzes, doch müssten die finanziellen und praktischen Herausforderungen des Gesetzes sorgfältig angegangen werden. Die Auseinandersetzung mit den Folgen wird voraussichtlich anhalten, während die Beteiligten nach Lösungen suchen.






