Solingen fordert faire Rettungsdienst-Finanzierung und wehrt Kostenvorwürfe ab
Sebastian HuberSolingen fordert faire Rettungsdienst-Finanzierung und wehrt Kostenvorwürfe ab
Die Stadt Solingen hat sich zu Bedenken hinsichtlich der Finanzierung und der Standards im Rettungsdienst geäußert. Sie begrüßt zwar die anstehenden Bundereformen, betont jedoch, dass eine vollständige Kostenerstattung für alle Einsätze gewährleistet sein muss. Gleichzeitig weist die Stadt Vorwürfe zurück, für steigende Kosten verantwortlich zu sein, und argumentiert, dass das aktuelle Finanzierungssystem den Anforderungen der modernen Notfallversorgung nicht gerecht werde.
Im Rettungsdienst von Solingen werden einige Einsätze als „Fehlalarme“ eingestuft, wenn Rettungskräfte vor Ort behandeln, ohne den Patienten in eine Klinik zu transportieren. Die Stadt erklärt, dass die geltenden Notfallversorgungsstandards auf gesetzlich vorgeschriebenen Plänen basieren, die in Abstimmung mit Krankenkassen und regionalen Behörden entwickelt wurden.
Solingen macht geltend, dass das bestehende Finanzierungsmodell die Realität der heutigen Notfallmedizin nicht abbildet, in der Rettungsteams zunehmend umfassende Behandlungen direkt vor Ort durchführen. Die Stadt weist Vorwürfe zurück, die Kommunen hätten durch eine Ausweitung der Leistungen die Kosten in die Höhe getrieben. Zudem warnt sie davor, die geplante Phase der Qualitätssicherung als reines Sparinstrument zu betrachten, und plädiert stattdessen für eine gemeinsame Überprüfung mit allen Beteiligten.
Ziel der Stadt ist es, eine schnelle, zugängliche und hochwertige Notfallversorgung für die Bürger zu gewährleisten. Gleichzeitig soll die Verantwortung für Standards, Qualität und Finanzierung künftig besser aufeinander abgestimmt werden. Solingen besteht darauf, dass die Kommunen in der Finanzierungsdebatte nicht als alleinige Kostenträger belastet werden dürfen.






