Solingen rettet Freizeitpark Ittertal mit Millionenhilfe und neuer Struktur
Lara KellerSolingen rettet Freizeitpark Ittertal mit Millionenhilfe und neuer Struktur
Stadtrat von Solingen sichert Zukunft des Freizeitparks Ittertal
Der Stadtrat von Solingen hat eingelenkt, um die Zukunft des Freizeitparks Ittertal zu sichern. Ab Januar 2024 wird die Stadt dem Förderverein Ittertal, der die Anlage seit 2009 eigenständig betreibt, monatliche finanzielle Unterstützung gewähren. Der Schritt folgt auf wirtschaftliche Schwierigkeiten, die durch steigende Kosten und die Insolvenz eines wichtigen Partnerunternehmens verursacht wurden.
Der Freizeitpark stand vor ungewisser Zukunft, nachdem die Neue Arbeit Ittertal gGmbH aufgrund explodierender Energie- und Personalkosten Insolvenz anmelden musste. Dadurch geriet auch der Förderverein unter finanziellen Druck, was Gespräche zwischen der Stadt, dem Verein und weiteren Beteiligten auslöste, um eine Lösung zu finden.
Eine neu gegründete gemeinnützige GmbH wird nun den Betrieb übernehmen und sich auf zwei Hauptbereiche konzentrieren: „Freizeitbetrieb“ und die „Ittertal-Kreativwerkstatt“. Die Werkstatt, die Arbeitsprogramme des Jobcenters unterstützt, zieht im Rahmen der Umstrukturierung in den Park um.
Für Modernisierungsmaßnahmen sicherte die Stadt Solingen 6 Millionen Euro aus einem Bundesprogramm zur Aufwertung von Sportstätten. Mit diesen Mitteln soll der Sport- und Freizeitkomplex in Ittertal auf den neuesten Stand gebracht werden. Zudem wird der Verein Spenden für Investitionsprojekte sammeln, um die langfristige Abhängigkeit von städtischen Zuschüssen zu verringern. Die Planung läuft bereits – ein Ausschreibungsverfahren für detaillierte Planungsleistungen wurde eingeleitet.
Die finanzielle Unterstützung und die Neuorganisation sollen den Betrieb des Parks stabilisieren und seine Bedeutung für die Region langfristig sichern. Die Modernisierungsvorhaben, gefördert durch Bundesmittel, kommen sowohl Besuchern als auch Teilnehmern der Jobcenter-Programme zugute. Die neue gemeinnützige Struktur soll Anfang 2024 in Kraft treten.






